Der Spion der mich liebte

Die große James Bond Retrospektive

Für viele ist das einer der Bond Filme schlechthin, der ultimative Roger Moore Bond – für mich war er schon immer langweilig. Vielleicht liegt das am Soundtrack und teilweise sogar am Fehlen desselben von Marvin Hamlish. Zeitgemäße Discomukke holen Bond zwar in die 70er, aber ob das nun gut fürs Ohr ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Sobald Hamlish das Bond Thema aufdreht, funktioniert es, aber alles andere ist irgendwelche seichte Musik, die mir hier nicht ganz schmecken will. Auch der Titelsong zählt für mich zu den Tiefpunkten der Reihe. „Nobody does it better“, Selbstbeweihräucherung, die hier wenig angemessen erscheint. Nebenbei auch der erste Titelsong, der nicht nach dem Titel benannt ist, obwohl eine Stelle mit „spy who loved me“ drin vorkommt.

Tease me, Mr. Bond

Yeah, der erste Teaser bei Roger Moore, in dem Bond auch wirklich vorkommt. Nachdem Gilbert sein „Ich entführe ein Raumschiff/U-Boot/Spaceshuttle“ Spiel gespielt hat, kommt einer der (wenigen) Höhepunkte des Films: Bond darf mal wieder Willy Bogners Skikunststücke zum Besten geben. Da man mit Willy Bogner wenig falsch machen kann und er jeden Film bereichert, wird hier der Actionhöhepunkt des Films präsentiert, alles andere geht dagegen unter – im wahrsten Sinne des Wortes. Wie zumeist hat der Teaser wieder elementare Bedeutung für den Film, nicht nur die Entführung, sondern auch die Skiszene mit Bond. Sie bietet uns auch die Rückkehr einer der diesmal nur sparsam eingesetzten schlechten Rückprojektionen, der Hut bleibt aber nach wie vor ein Symbol vergangener Tage.

Neue Gesichter zum alten Preis

In diesem Film werden zwei neue Figuren eingeführt, die wir auch in anderen Filmen wieder sehen werden. Da ist zum einen General Gogol (gespielt von Walther Gotell, der auch schon in „Liebesgrüße aus Moskau“ dabei war, dort aber in einer anderen Rolle), Ms russisches Gegenstück, der mal mit, mal gegen Bond arbeitet, je nachdem, was der Film verlangt. Da ist zum anderen der Außenminister Frederick Gray, der auch hin und wieder auftauchen wird.

Und da es sich um zwei neue Figuren handelt, ist da drittens auch noch der Beißer, im Original nach einem bekannten Steven Spielberg Film „Jaws“ genannt. (Ich meine, mal eine Kritik gelesen zu haben, in der sich der Rezensent darüber echauffierte, dass die Figur bei uns Beißer heißt und damit der Gag mit dem Spielberg Film verloren ginge – ginge er auch so, weil der Film bei uns unter dem Titel „Der weiße Hai“ mehr als bekannt ist und mit „Jaws“ zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich keine Sau was hätte anfangen können… aber so sind sie, die Kritiker.) Dass Haie der beste Freund des Schurken sind, wissen wir ja spätestens seit „Feuerball“, aber auch seit „Leben und sterben lassen“ und zumindest noch einmal in „Lizenz zum Töten“.

Die Figur des Beißers ist mal wieder einer von den Punkten, wo die Bond Reihe gehörig über die Strenge schlägt und den Boden des Glaubwürdigen verlässt. Das ist einfach ein bisschen zuviel, denn der Kerl ist schon fast ein Vampir, jedenfalls beißt er seine Opfer zu Tode und ist auch ansonsten nahezu unkaputtbar. Aber irgendwie ist das eine Sache der Moore Filme: Hellseherei, Vampirismus und im nächsten Film die Weltraumfahrt. Alles ein bisschen zu übersinnlich, um noch glaubwürdig zu bleiben.

Frauensachen

Zur Kontinuität der Reihe gibt es hier eine Anspielung darauf, dass Bond einmal kurz verheiratet war, seine Frau aber ermordet wurde – ein Hinweis darauf, dass dies dieselbe Figur sein soll wie zumindest Lazenby, wahrscheinlich aber auch Connery. Obwohl der, nachdem er Blofeld vermeintlich ins Reich der Toten befördert hatte, kaum mehr großen Schmerz über den Verlust seiner Frau gezeigt hat – aber er hat Diana Rigg ja auch nie kennen gelernt.

Es gibt auch eine Anspielung auf Bonds Studienzeit, denn es wird angedeutet, dass er in Cambridge studiert hat – das nur für alle, die so was interessiert.

Kommen wir aber zum Bachpunkt des Films, äh, Schwachpunkt: Barbara Bach sieht zwar ganz lecker aus, verfügt aber leider nur über spärliche Mimik, was die ganze Sache etwas anstrengend macht. Sie spricht Q übrigens als Major Boothroyd an, die erste Bestätigung, dass er die gleiche Figur sein soll, wie der Waffenmeister aus „Dr. No“.

Zug um Zug

Tja, keine Zugfahrt ohne Probleme, was? Wann immer Bond einen Zug besteigt, wird das nicht gut ausgehen. Das war schon in „Liebesgrüße aus Moskau“ so, in „Leben und sterben lassen“, hier – und auch in „GoldenEye“ wird sich das eher negativ für ihn auswirken. Vielleicht sollte er den Zug einfach meiden.

Zu diesem Zweck wird ja auch ein neuer Held eingeführt. Nicht ganz so schön wie der Aston Martin, aber doch eine wahre Augenweide: Der Lotus. Natürlich verfügt er auch über diverse Spielereien wie Minen, Raketen und die Möglichkeit, ihn in ein U-Boot umzuwandeln – immer hilfreich, falls man mal die Fähre verpasst hat.

Was dieser Film als erster in dieser Form macht, ist eine (musikalische) Anspielung auf einen anderen Film: In der Wüste wird einmal die Musik von „Lawrence von Arabien“ eingespielt. Das zeigt unbewusst einen gewissen Wandel bei Bond. Vorher war man selbst noch derjenige, der wegweisend war, der neues geschaffen hat und kopiert wurde. Nun ist es umgekehrt, Bond wird nicht mehr zitiert, Bond zitiert selbst – ein Rückschritt!

BB – der Bond Bullshit

Noch einen aus der Kategorie: Bei Timmys Bond Filmen, äh, Timothy Daltons Bond Filmen, wurde sich einer darauf heruntergeholt (Darf man hier so was schreiben? Ja, ich denke schon.), dass Bond diesmal nur ein Mädchen hat, bla bla bla! Erstmal stimmt das nicht (da ist immer noch das Mädel auf dem Boot, das Margo darüber informiert, wie langweilig sie es gerade findet). Und zum zweiten: Hat mal jemand aufgepasst, wie groß seine Frauenrate hier ist? Das Mädel in den Bergen, dann eventuell noch eine aus dem Harem von seinem Cambridge Freund und dann die Russin mit dem einen Gesichtsausdruck. Und die ersten beiden laufen genauso unter „ferner liefen“ wie das Bootsmädel von Timmy. Oder was ist mit „Diamantenfieber“, wo er die „Schaubusenbesitzerin“ zwar trifft, aber eigentlich nur Tiffany Case flachlegt – womit wir bei einem Stand von 1 sind. Also glauben Sie nicht alles, was Sie lesen. Auch das hier nicht!

Dann geht’s ins Finale, bei dem die Raumstation explodiert… der Vulkan… das Schiff? Ja, irgendwas in der Art, irgendjemand in einer Farbe kämpft mit jemandem in einer anderen Farbe und Sachen gehen kaputt und Dinge explodieren und Bond gewinnt. Alles schon mal gesehen, alles noch mal zu sehen. Tja, das fasst die Reihe eigentlich prinzipiell ganz gut zusammen, oder? Dann könnten wir hier auch eigentlich aufhören, denn eigentlich haben wir ja jetzt alles durch. Hmmm…

— Martin Cordemann alias Null Null PeeWee Ende —

— es folgt Sonderbericht von Tillmann Courth alias Null Null Tilly —

Sehe ich zum höchstens dritten Male. Der Film mit Curd Jürgens als Fröbe-Verschnitt und der Frau von Ringo Starr (Barbara Bach, die eine russische Agentin spielt, harhar). In Ost und West verschwinden auf mysteriöse Weise waffenstarrende Atom-U-Boote, offenbar will jemand die Blöcke aufeinander hetzen.

Und hier ist der schöne Vorsetzer mit der Ski-Verfolgung, wo Bond am Schluss in diesen Wahnsinnsabgrund stürzt und dann einen Union-Jack-Fallschirm entfaltet. Toller Musikeinsatz dabei und Übergang zum Vorspann. Das süßlich-ekelhafte „Nobody Does It Better“ von Carly Simon, mein Anwärter für den schlechtesten Titelsong!

Fasziniert rückt man näher an den Schirm und staunt darüber, dass die Modelle im Halbschatten, die wie üblich durch den Vorspann turnen, tatsächlich splitterfasernackt zu sein scheinen. Lenkt jedenfalls vom Gesang ab!

11. Filmminute: Agentin Amasova (Barbara Bach, kicher) bekommt gesteckt, dass ihr Freund oder Verlobter (?) von den Briten getötet wurde. War natürlich Bond. Das scheint sie betroffen zu machen, aber war sie nicht wenige Filmminuten zuvor mit jemand anderen im Bett?! Aber prinzipiell eine hübsche Plot-Idee, um Spannung zwischen gegengeschlechtlichen Agenten aufzubauen.

15. Minute: Auftritt des Bösewichts – Curti sitzt an einem überdimensionierten Esstisch und entledigt sich im Raubfischbecken einer verräterischen Mitwisserin („Der weiße Hai“, zwei Jahre zuvor ein Kinoerfolg, lässt grüßen). Irgendwie hat das Ganze die Anmutung eines Loriot-Sketches. Curti lebt in einem Landhaus unter Wasser (!) und hört klassische Musik. Soll uns bedeuten: durchgeknallter Snob, ey!

18. Minute: Bis hier hat der Film Tempo, denn schon erscheint der „Beißer“ auf der Bildfläche. Ist das nicht der Bondbösewicht, dem später mal ein Happy-End in „Moonraker“ zuteil werden wird? Was tut der eigentlich für seinen Lebensunterhalt? Also außer einen Zahnarzt in Lohn und Brot zu halten. Tötet er Menschen? Wie? Wir schauen hin.

21. Minute: Seltsamerweise weiß ein Scheich in der Wüste, wen Bond in Kairo finden muss, um weiterzukommen. Dort Klopperei auf Hausdächern (wieso reißt der Dicke Bond nicht an der Krawatte in die Tiefe?, ist doch physikalisch unmöglich, oder?) sowie nächtliches Gewusel bei den Pyramiden. Der Beißer beißt den ägyptischen Mittelsmann zu Tode, und das blutlos. Sauber, sauber. Trotzdem igitt, und der Mann sagt nie was!

31. Minute: Erstes Aufeinandertreffen Bond-Bach (ich sag mal Bach im Folgenden). Sie steht nur dumm rum, während Bond zwei ihrer (!) Russkis vermöbelt. Hoffentlich schlüpft sie bald aus dem Ostblock-Kostümchen in was Bequemeres. Lechz, hechel. Die nächste Szene präsentiert sie prompt im dekolletierten und geschlitzten Abendkleid. Bond weiß wer sie ist, nämlich Agentin Triple-X (ist das nicht Vin Diesel?).

36. Minute: Der Beißer holt sich seinen zweiten Snack, Bond nimmt die Verfolgung auf. Bach folgt und lässt sich (in der Säulenhalle der Tempelruine) wie ein Schulmädchen entwaffnen (peinlich und falsch). In der 42. Minute demontiert der Beißer den Lieferwagen, in den sich B & B geflüchtet haben, das ist recht lustig. Dabei ist Bach sogar zu dumm zum Autofahren.

50. Minute: Lauschiges Geheimdiensttreffen in den Pyramiden (oder wo), wo der Secret Service ein riesenhaftes Büro unterhält. In das die Russen (General Gogol + Bach) eingeladen werden! Bond + Bach werden den Auftrag gemeinsam ausführen. Auch Waffenmeister Q betreibt dort eine Forschungsabteilung – das alles darf der englische Steuerzahlung nie, nie, nie erfahren.

55. Minute: Wieder gerät eine harmlose Zugfahrt zum Alptraum (zum 3. Mal in Bondfilmen). Der Beißer steht im Schrank und möchte Bachs Negligée zerbeißen. Bond greift ein und wirft den Unhold („Er kam auf einen kleinen Happen vorbei“) aus dem Fenster. Der aber überlebt auch das und rückt sich cool den Schlips zurecht. The Beißer will be back. Derweil schnackseln Bond und Bach. Von der Fähre vor Sardinien (Sitz vom schon vergessenen Curti, wo biste, Curti?) rutscht Q mit dem AUTO. Heimlicher Star des Films (ab Minute 59). Der Lotus Esprit, der auch schwimmen kann! Versuchen Sie das mal in der Sahara.

61. Minute: Der Bikini-Auftritt, allerdings nicht von Bach, sondern von Caroline Munro (Curtis Assistentin Naomi). Bach guckt, als wolle sie sagen: Aber das wollte doch ich…

Und endlich darf Curti wieder mitspielen, der auf seiner schrecklich unpraktischen spinnenartigen künstlichen Insel haust und im  Film „Stromberg“ heißt. Diese Rolle bekäme heutzutage Christoph Maria Herbst (ist der schon als Bondbösewicht angefragt?). Leider trägt Curti einen bordeauxroten Glitzerschlafanzug, glubscht aus meerblauen Augen und wirkt augenblicklich tragisch. Obwohl er weiß, wen er da vor sich hat, lässt er Bond ziehen – und setzt natürlich den Beißer auf ihn an. Hätte man aber auch gleich vor Ort erledigen können… also, effizient ist das nicht!

70. Minute: Ein Bond + Bach verfolgendes Auto knallt kopfüber in die Hütte eines verdutzten Bergbauern. Und wieder entsteigt dem Wrack der Beißer, nur leicht lädiert. Dafür kriegt sie der Hubschrauber, aus dem neckisch Naomi grüßt (ein hübscher Augen-Blick, wortwörtlich) – und der Lotus darf auf Tauchfahrt gehen (Minute 72). So’n Lotus sieht unter Wasser verdammt elegant aus, das sollte man mit allen Autos machen…

78. Minute: Bach erfährt, dass Bond in der Schweiz war, als ihr Verlobter getötet wurde. Sie konfrontiert ihn: „Hast du ihn getötet?“. Das wäre eine gute Gelegenheit, herumzuhüpfen und sie singen: „Ahaber nicht ahabbsihichtlich“. Bond aber gesteht mannhaft, Berufsrisiko halt. Sie schwört seinen Tod. Kommt nicht soooo glaubhaft rüber, finde ich. Hoffentlich tut sie’s im Bikini.

81. Minute: Stromberg hat einen Supertanker, mit welchem er U-Boote transportiert. Ist doch völliger Quatsch. Prompt schluckt er noch Bond + Bach, die mit einem weiteren U-Boot anreisen. Fühle mich unwohl erinnert an die miesen Raumkapsel-Einsammelszenen aus „Man lebt nur zweimal“. Curti hat eine Privatarmee in schicken knallroten Uniformen. Sie nehmen das U-Boot samt Mannschaft gefangen. Bond rät Bach: „Tu so, als seist du Besatzungsmitglied.“ Was denn sonst? Die Kompanie-Hure? Die Bord-Diva? Das Matrosen-Maskottchen? Herrje.

88. Minute: Curti erklärt seine Weltumgestaltungsfantasien, die null durchdacht sind. New York und Moskau atomisieren und auf den dritten Weltkrieg hoffen – damit er schön in Ruhe unter Wasser leben kann? Aber das tut er doch schon! Knallkopp! Textaufsager! Dieser Bösewicht hat kein plausibles Motihihiv.

91. Minute: Die Endkämpfe beginnen, die wiederum unheimlich an „Man lebt nur zweimal“ erinnern! Statt einer Vulkanfestung haben wir eine schwimmende Marinebasis. Des Bösen Privatarmee bekriegt sich mit den tapferen U-Boot-Soldaten. Ich hätte es lustig gefunden, wenn kurz Blofeld irritiert durchs Bild gelaufen wäre!

Derweil lümmelt sich Stromberg in seiner Schwimmspinne mit Bach, der er einen scharfen Fummel in Rot angezogen hat! Er selbst trägt ein unglücklich gewähltes Halstuch. Ist Curti ein irrer Designer?

104. Minute: Bonds brillanter Plan geht auf – die beiden gekaperten U-Boote vernichten nicht New York und Moskau, sondern sich gegenseitig in gewaltigen atomaren Explosionen. Das wird Greenpeace dennoch nicht lieb sein.

110. Minute: Bond kommt auffem Wassermofa, um Bach zu erretten. Stromberg/Curti stirbt unwürdig mit hochrotem Kopf und im Versuch, sich an einer Platte Meeresfrüchte festzuhalten (die er sich natürlich über und über kippt, ach, Vatter). Aber Anya, wo ist Anya? Denn da ist erst nochmal der Beißer (den ich tatsächlich vergessen hatte). Bond klebt ihn (gemein) an einen Magneten und lässt ihn zum Haifisch plumpsen (der wird sich die Zähne am Beißer ausbeißen, haha). Die Entdeckung des Sushi!

Aber wo ist denn nun Bach, und was ist mit ihrem Versprechen, Bond umzubringen? Wird wohl nix, denn in Minute 115 ist sie vollauf damit beschäftigt, Angst vor Wasser zu haben und ihre ansehnlichen Moppen exquisit auszustellen. Gut, sie trägt im ganzen Film keinen Bikini, aber wer will hier kleinlich sein?

Fazit: Dramaturgie und Drehbuch sind eigentlich prima. Die Regie ist dienstlich, aber nicht sonderlich inspiriert (Lewis Gilbert, der elf Jahre zuvor schon „Man lebt nur zweimal“ inszeniert hatte, ahaaaa) – wirkt deswegen so irgendwie Connery-Oldschool. Weshalb kommt der Film nicht so recht in die Puschen (oder aus den Puschen)? Ich fürchte, es sind die Darsteller! Bach ist zu püppchenhaft und nicht glaubwürdig (dasselbe gilt für Curti!, und ja, auch püppchenhaft), der Beißer passt besser in einen Horrorfilm (Frankensteins Monster), und diese drei tragen den Film nicht. Auch geht diesem Werk eine Eleganz in seinen Dialogen ab (und die legere Hamilton-Handschrift, achja). Des Weiteren ist die Musik dünn und äußerst sparsam eingesetzt.

Für mich wirkt der zehnte Bond wie eine eigenartige Collage aus „Liebesgrüße“, „Zweimal“ und „Goldener Colt“. Als Zuschauer beginne ich mich zu langweilen, Bond droht zur Formel zu erstarren.

„Der Spion, der mich liebte“ stellt dennoch essentielle Fragen: Kann man den Russkis wirklich trauen? Verdirbt Geld immer den Charakter? Zahlt mir die Krankenkasse solche Eisenzähne? Und warum kann man Barbara Bach als Schauspielerin nicht ernstnehmen?

Der Spion der mich liebte (1977)

Originaltitel: The Spy who loved me

Regie: Lewis Gilbert

Musik: Marvin Hamlish / Titelsong: Carly Simon

James Bond: Roger Moore / Niels Clausnitzer

Karl Stromberg: Curd Jürgens

Major Amasova: Barbara Bach / Dagmar Heller

Beisser: Richard Kiel / —

Max Kalba: Vernon Dobtcheff / Horst Sachtleben

Naomi: Caroline Munro / Rosemarie Kirstein

Cpt. Benson: George Baker / Alexander Allerson

Cdr. Carter: Shane Rimmer / Horst Niendorf

Sir Frederick Gray: Geoffrey Keen / Alois-Maria Giani

General Gogol: Walter Gotell / Herbert Weicker

und

M: Bernard Lee / Wolf Ackva

Q: Desmond Llewelyn / Leo Bardischewski

Moneypenny: Lois Maxwell / Emely Reuer

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2 Gedanken zu “Der Spion der mich liebte

  1. Au weia … auch wenn Geschmäcker verschieden sein können, würde es mir schon ernsthaft zu denken geben, wenn ich wie ein Geisterfahrer gegen Millionen treuer Bondfans (weltweit) Roger Moores besten Bondauftritt, den mit Abstand musikalisch erfolgreichsten Bondsong (dem einzigen, der es im Bereich von Pop & Jazz zum All-time Standard geschafft hat) und darüber hinaus das zukunftsträchtige Revival der Serie an sich (1977 war das Franchise an einem Scheidweg) als „langweilig“ titulieren würde. Das ist ein wenig wie in einer Händeloper sitzen und gähnen. Darf man zwar schon – stempelt einen aber zum ahnungslosen Banausen ab… 😉

    • Der erste Satz war richtig: Es geht hier um Geschmäcker oder Geschmack in dem Fall. Und nur weil eine Vielzahl von Leuten etwas für gut oder schlecht halten, heißt das nicht, dass dem auch so ist. Wurde IM GEHEIMNDIENST nicht seinerzeit eher geschmäht und nach und nach gibt es mehr Leute, die den auf einmal gut finden? Heißt also alles nix. Und nur weil der Song es irgendwohin geschafft hat, macht es ihn noch lange nicht gut, nur erfolgreich… wie die TRANSFORMERS Filme. Ist für mich ein unbondiger Song und einer der langweiligsten, was auch auf den öden Soundtrack gilt. Moores bester Bondauftritt kam für mich erst zwei Filme später… aber das ist ja nun wie gesagt Geschmackssache – und SPION find ich immernoch langweilig!

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