Neu auf DVD: VERONICA MARS

Der Film! Zur Serie. Und Sie haben ihn möglich gemacht. Oder zumindest Zuschauer aus aller Welt, die ihre Serienheldin und -detektivin „Veronica Mars“ gerne noch einmal sehen wollten. Rob Thomas, Entwickler der Serie, Ko-Autor und Regisseur dieses Films, hat die Vorzüge der Neuzeit genutzt und einen „Kickstarter“ ge…startet. Das bedeutet, Leute konnten dafür spenden, dass dieser Film gemacht werden konnte – obgleich die Vermutung nahe liegt, dass möglicherweise der Verleiher Warner Brothers später die eine oder andere Mark dazugetan hat. Ziel der Produzenten war es, mit dem Kickstarter 2 Millionen Dollar zusammenzubekommen – es wurden dann 5.7 Millionen. Auch wenn das alle Erwartungen überstiegen hat, dürfte es wahrscheinlich trotzdem schwierig sein, damit ein solches Aufgebot an Schauspielern (einschließlich James Lee Curtis und einem Überraschungs-Gaststar, der ungenannt bleiben möchte/sollte) zu a) verpflichten und b) bezahlen. Aber das tut dem Ganzen keinen Abbruch!

Die Handlung

Nach dem Ende der Serie hat die Mars Vronie ihr kleines, korruptes Drecksloch von einem Kaff verlassen, um offensichtlich Jura zu studieren. Just in dem Moment, als sie ein Vorstellungsgespräch bei der nobelsten Kanzlei in New York hat, holt sie die Vergangenheit ein, was soviel heißt, wie ein Verbrechen, in das einer ihrer Exfreunde (Young Data Jason Dohring… der hat mich immer an eine junge Version von Brent Spiner erinnert) verwickelt ist und sie, war sie doch seinerzeit eine Detektivin (zusammen mit ihrem Vater, dem Herz der Serie), beschließt zu ermitteln…

Der Film lebt von cleveren Dialogen, die eine Menge Spaß machen (SO schreibt man lustige Dialoge, „Tammy“!). Die Figuren sind interessant und der Fall entwickelt sich nach und nach. Dass jetzt ausgerechnet auch noch zu diesem Zeitpunkt ein Klassentreffen stattfinden muss, ist mir zwei bis drei Spuren zuviel, aber man will den Fans ja soviel für ihr Geld (im wahrsten Sinne des Wortes) wie möglich bieten. Und so geben sich die Gaststars alter Zeiten die Klinke in die Hand, oder den Kurzauftritt, wenn man so möchte, und ich würde fast denken, abgesehen von denen, die in der Serie gestorben sind oder im Knast sitzen, sind wahrscheinlich alle mit dabei. Da der Film aber keine acht Stunden dauert, muss sich der Fan mit wirklich kurzen Auftritten (eine Szene, ein oder zwei Sätze) zufrieden geben, außer bei einigen wenigen Charakteren, die eine etwas größere Rolle (ergattert) haben. Ob den Fans dieser Blick auf die Vergangenheit gefällt, kann ich nicht sagen, denn ich war nie ein so großer Fan der

Serie

Es war damals ein originelles Konzept, das noch niemand versucht hatte: Eine attraktive junge blonde Frau ist berufen, Vampire zu töten, um… Moment, das war „Buffy“. Ja, halt auch eine Serie mit einem Highschoolmädchen, das beweisen muss, dass nicht alles blond ist was glänzt, und wenn doch, dann kann man trotzdem clever sein und als Detektiv in die Schuhe seines Vaters (dem Herz der Serie!) treten. Wenn ich mich recht erinnere, war die Vorgeschichte damals so, dass ihre beste Freundin umgebracht wurde, ihr Vater Dinge nicht vertuschen wollte, die ganze Familie geächtet war und sie ihre Freunde verloren hat… so in etwa fasst es der Anfang des Films auch noch einmal zusammen. Das Problem, das ich immer damit hatte, war, dass wir ihre beste Freundin und das Verhältnis zu ihr in Rückblicken gezeigt bekommen – und diese Freundin, gespielt von Amanda Seyfried (uarrghhh!) ist eigentlich der Inbegriff einer billigen, dummen Schlampe. Das mag ja prinzipiell nichts schlimmes sein, aber da Veronica Mars auch in der Serie schon ein intelligentes Mädchen ist, will mir diese Freundschaft einfach nicht glaubwürdig erscheinen. Der Film dagegen gefällt mir recht gut – vielleicht, weil dieses „Ich bin ein Schulmädchen, das tolle Sachen machen kann“ entfällt, weil alle ein wenig älter sind – und Amanda Seyfried nicht auftaucht.

Bonus

Die DVD bietet ein sehr schönes und interessantes Making-of, das in diesem Fall ausnahmsweise mal zeigt, nicht nur wie der Film entstanden ist, sondern auch, was ihn möglich gemacht hat – nämlich die Fans. Es bringt uns auf sehr schöne Weise nahe, wie wichtig Fans sein können und ist auch ein Dankeschön an genau diese Menschen, ohne die der Film wohl nicht existieren würde.

Fazit

Ein moderner Detektivfilm mit weiblicher Ermittlerin, einem Hauch Selbstironie, jeder Menge Humor und so vielen Gastauftritten von alten Charakteren aus der Serie, dass eigentlich auch die Fans auf ihre Kosten kommen sollten. Ab 31. Juli 2014 auf DVD und Blu-ray.

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