Neu auf DVD: The Quiet Ones

Ein junges Mädchen, das möglicherweise besessen ist. Ein Professor und eine Gruppe Studenten. Ein altes Haus in England. Das sind die Zutaten, mit denen man einen Horrorfilm machen kann. Oder vielmehr einen Gruselfilm. Denn Horror hat viele Gesichter. Eins ist der Slasherfilm – ein anderes ist der Schauerfilm, der eher subtiler vorgeht. Dies ist das letztere.

Stimmung

Bei einem Film dieser Art spielt die Stimmung eine große Rolle. Dieser Film ist in den 70ern angesiedelt und die Atmosphäre passt. Wie üblich in diesem Teil des Genres handelt es sich um einen ruhigen Film, der eben von seiner Stimmung lebt. Meist ist es ruhig, selten passiert etwas – doch dann wird man durch einen Schrecken herausgerissen. Filme dieser Art versuchen, mit wenig viel zu erreichen.

Aber man muss auch in der richtigen Stimmung für einen solchen Film sein. Ist man mit den Gedanken woanders, kann er leicht an einem abperlen und da hat niemand was davon. Also einen Schauerfilm wie diesen immer nur dann schauen, wenn man körperlich und vor allem geistig auch richtig darauf eingestellt ist. Womit wir wieder bei der Handlung wären:

Ein Professor versucht, mit wissenschaftlichen Methoden an das Übernatürliche heranzugehen. Ein junges Mädchen wird dafür in ein Haus gesperrt und überwacht. Ich hätte mir gewünscht, dass der Aspekt, ob das ganze wirklich mit übernatürlichen Dingen zugeht oder ob etwas anderes, weit menschlicheres dahinter steckt, ein bisschen besser herausgearbeitet worden wäre. Das hätte einen spannenden Film mit einer überraschenden Wendung abgegeben – doch der Film „basiert auf einer wahren Begebenheit“ (was streng genommen auch nur meinen kann, dass es die Universität, die namentlich genannt wird, wirklich gibt, aber alles andere erfunden ist) und da muss man sich dann wahrscheinlich an irgendwelche Vorgaben halten. Für mich leider ein bisschen eine verschenkte Gelegenheit.

Möglicherweise um diese realistische Grundlage mit einzubauen, wird schon früh eine Art Found-Footage-Element eingeführt. Da die Filmemacher aber wissen, dass ein kompletter Found-Footage-Film in der Zeit von Super8-Kameras und teurem Filmmaterial extrem unglaubwürdig gewesen wäre, haben sie es nur als Teilelement des Films genommen. Alles andere hätte den Film in der Tat ins Lächerliche gezogen. So ist das Element da, war aber nicht wirklich erforderlich.

Bonus

Kurze Featurette und ein paar Interviews, die ein bisschen Hintergrundinfos zum Film liefern, was durchaus interessant ist.

Fazit

Auf Stimmung aufgebauter Schauerfilm, der auf subtiler Ebene arbeitet und ein paar überraschende Schockeffekte bietet. Ab 26.8.2014 auf DVD und Blu-ray.

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