Neu im Kino: Ein Sommer in der Provence

Ich muss gestehen, ich mache Unterschiede. Und deshalb gibt es Filme, denen ich es nicht übel nehme, wenn sich die Handlung genau so entwickelt, wie man es sich vorgestellt hat und welche, bei denen ich es tue. Dieser hier ist ähnlich wie „Ein gutes Jahr“ mit Russell Crowe (und spielt auch in einer ähnlichen Gegend, also auf dem malerischen Land in Frankreich), bei beiden weiß man, wie sich die Handlung entwickeln wird, wie sie sich nur entwickeln kann – und doch habe ich bei diesen Fällen kein Problem damit. Weil die Filme schön sind, die Darsteller gut und die Figuren interessant. (Tja, ich schätze, damit wär dann auch diese Kritik eigentlich schon mal ganz gut zusammengefasst!)

Was passiert?

Die Enkelkinder müssen aufs Land zu dem mürrischen Großvater, der ihnen vorher nie begegnet ist, weil er seine Tochter damals mehr oder weniger verstoßen hat. Die Stimmung ist auf beiden Seiten erstmal schlecht (Stadtmensch gegen Landmensch, Technik gegen Natur, jung gegen alt), aber dann schafft man es, sich einander anzunähern… bis mal wieder was dazwischenkommt.

Gespickt ist das ganze mit interessanten Figuren und verschiedenen Handlungselementen, die die Geschichte mit Leben füllen. Dann gibt es natürlich noch den Handlungsort, die Provence, die hier von einer sehr sehenswerten Seite dargestellt wird – und den Mistral, der dem Film seinen Originaltitel verleiht („Avis de Mistral“).

Wer spielt?

Nun, neben Aure Atika (aus dem glorreichen „OSS 117 – Der Spion, der sich liebte“) kannte ich leider nur Jean Reno und mit dem kann man eigentlich nie was falsch machen (Ausnahmen wie „Godzilla“ und „Der rosarote Panther“ einfach mal ausgenommen oder schlicht ignoriert). Reno gibt den mürrischen Großvater, aber wie bei Darth Vader hat man trotzdem das Gefühl, dass „noch Gutes in ihm steckt“. Ob das denn stimmt, muss man selbst herausfinden, darstellerisch ist das jedenfalls alles auf höchstem Niveau – und das gilt sowohl für die beiden genannten, als auch für die anderen, besonders die jungen Darsteller.

Was sagt uns das?

Wer bei dem heißen Wetter auf herumpolternde Roboter verzichten möchte, kann hier einen Hauch von Urlaub in Frankreich genießen. Ein ruhiger, netter, schöner Film, bei dem man sich vielleicht fragt, ob man nächstes Jahr vielleicht nicht doch mal in den Ferien in die Provence fahren sollte. Ab 25. September 2014 im Kino.

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