Neu im Kino: Die Pinguine aus Madagascar

Geilllllll!

Oder…

…um es mit den Worten eines der anwesenden Kinder zu sagen: Cool!

Und…

…das Kind hat recht! Der Film ist einfach ein großer Spaß, der sich selbst nicht zu ernst nimmt. Er hat genug, an dem die Kinder ihre Freude haben – und ebensoviel, an dem man als Erwachsener seine Freude hat. Damit dürfte er perfekt für einen Familienausflug ins Kino geeignet sein.

Es ist eine Agentengeschichte, in der die vier Pinguine in James Bond-Manier ihre Art vor dem bösen Oktopus (nicht Octopussy) retten müssen, bis ein Einsatzkommando auf den Plan tritt, das wie eine tierische Version der „Avengers“ wirkt…

Einfach…

…herrlich, das Ganze, umgesetzt mit jeder Menge ironischer Brechungen und noch mehr Phantasie. Eine wahre Freude – für groß und für klein. 3D… gibt’s auch, aber da sag ich wie üblich nix zu. Sollte auch ein 2D ein Spaß sein. Und später zu Hause auf DVD. Wobei ich zugeben muss, dass ich „Madagascar“ nicht gesehen habe, weiß also nicht, wie sich der Film in dieses „Universum“ einfügt oder ob da gerade große Schnitzer für die Kontinuität geleistet wurden… aber es ist mir in dem Fall auch eigentlich ziemlich egal. Und wenn ich ziemlich sage, meine ich komplett. Außerdem fand ich Pinguine schon super, bevor das in war, also hatte ich zu Beginn des Films ein wenig die Befürchtung, dass man hier den „Mythos Pinguin“ kaputt machen könnte… aber das ist zum Glück nicht geschehen.

Wermutstropfen…

…ist ein bisschen das Presseheft. Da wird geworben mit den „Fantastischen Vier“, mit Heino Ferch und mit Conchita Wurst – aber wo bleibt der wahre Held des Films? Oder Antiheld? Gegner, um genau zu sein? Die Vier machen ihre Arbeit ganz ordentlich und Ferch übernimmt den Part, der im Original von Dunkelröhre Benedict Cumberbatch gesprochen wird. Wenn man Ferch hört, kann man sich vorstellen, wie es ungefähr im O-Ton gewesen wäre – was einen zu dem Wunsch verleitet, man hätte ihn in „Der Hobbit: Smaugs Einöde“ ebenfalls als deutsches Pendant zu Cumberbatch genommen, denn irgendwie klingt Sascha Rotermund mir da einfach ein wenig zu modern.

Aber kommen wir zum unbesungenen (Anti-)Helden des Films: Ilja Richter (so nehme ich an, denn im Presseheft steht es ja nicht) gibt gekonnt den Kraken – und wie üblich ist es eine Freude. Der (dessen Name sich niemand merken kann, ein schöner Running-Gag des Films) wird im Original gesprochen von John Malkovich, was uns zu einem kleinen (und sicher uninteressanten) Synchron-Exkurs bringt: Malkovich wird für gewöhnlich von Joachim Tennstedt synchronisiert – ebenso wie Billy Crystal. Letzterer nun sprach Herrn Glotzkovski in dem wunderbaren „Monster A.G.“ – welcher in der deutschen Fassung wiederum die Stimme von Ilja Richter hatte. Insofern ist seine Besetzung hier also nicht nur ein Vergnügen, sondern schon fast eine gewisse Kontinuität. Oder ein Klischee? Oder was auch immer? Aber warum darauf aufmerksam machen, dass er in dem Film mitspricht, wer von den Kids kennt denn heute schon Ilja Richter?

Also…

…zusammengefasst: Ich fand’s super, hatte meinen Spaß und würde das als gut geeigneten Familienfilm einschätzen. Und bisher als besten Animationsfilm des Jahres… aber ich hab ja auch „Transformers“ nicht gesehen! Ab 27. November 2014 mit kleinen Pinguinen auf der großen Leinwand.

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