Neu im Kino: The Loft

5 Männer, 1 Apartment… 1 Leiche!

Die fünf teilen sich ein hübsches Loft, um dort, fern der Ehefrauen, ein wenig außerehelichen Beischlaf zu verüben. Doch eines Morgens ist das Bett völlig versaut – mit einer Leiche. Nun geht es daran, herauszufinden, wer für diesen blutigen Mord verantwortlich ist…

Remake

Natürlich schreie ich Remake, wie sich das für mich gehört, aber eher rein der Form halber. Denn da ich das belgische Original „Loft – Tödliche Affären“ nicht kenne, bin ich nicht in der Lage, einen Vergleich herzustellen. Da diese Version – Vorsicht: Spoiler – ziemlich gut ist, könnte man zu der Schlussfolgerung verleitet werden, dass das Original möglicherweise auch sehr gut ist. Vielleicht besser, vielleicht schlechter – wer weiß. Denn ab diesem Punkt steht und fällt vieles mit zwei Dingen: Inszenierung und Besetzung.

Die Inszenierung ist ziemlich gut und ich nehme mal an, dass die zerrissene Erzählstruktur ebenfalls aus dem Original stammt. Das schöne, das, was den Film sehenswert macht, ist, wie er seine Handlung entwirrt… oder entwickelt? Nach und nach erfährt man mehr, neue Puzzlesteine kommen hinzu und das Bild, was sich dort möglicherweise ereignet hat, wird klarer und klarer… bis ein neues Steinchen möglicherweise wieder alles über den Haufen wirft. Das ist sehr befriedigend, denn „The Loft“ gehört zu den wenigen Filmen, bei denen sich eben nicht von vornherein sagen lässt, wo das alles hinführt… und wer es nun war.

Besetzung

Der zweite erwähnte Punkt ist die Besetzung. Matthias Schoenaerts kehrt zusammen mit Regisseur Erik Van Looy an den Ort des Verbrechens zurück – will sagen, so, wie der Regisseur auch hier wieder das Steuer in der Hand hat, so nimmt auch Schoenaerts seine Rolle aus dem Original wieder auf. (Da wäre wahrscheinlich ein Vergleich spannend, wie er seine Rolle in beiden Filmen angelegt hat und ob es dabei Unterschiede gibt.) Beide machen das jedenfalls sehr gut – und an manchen Stellen fühlt sich der Film sogar sehr europäisch an.

Der Rest der Besetzung trieb sich, neben Filmen, in letzter Zeit auch im amerikanischen Fernsehen herum. James Marsden aus „X-Men“ durfte der Freund von Tina Fey in „30 Rock“ werden, Wentworth Miller brach seinen (schauspielerisch weit) weniger begabten Bruder Dominic Purcell in „Prison Break“ aus dem Gefängnis aus und Eric Stonestreet dürfte den meisten aus „Modern Family“ bekannt sein. Allen voran sei aber Karl Urban erwähnt, den ich sehr schätze (und der das einzig vernünftige an dem neuen „Star Trek“ Mist ist) und der eigentlich nie enttäuscht (noch immer hoffe ich auf eine Fortsetzung seines „Dredd“, in dem er den wortkargen und gerechtigkeitstreuen Richter/Ankläger/Henker spielt). Ein hervorragendes Ensemble, das mit dem Verbrechen spielt… und das Verbrechen zum Vergnügen macht.

Fazit

Gut durchdacht, clever konstruiert, geschickt umgesetzt, schön gespielt – bis zum Ende undurchsichtig und damit wunderbar überraschend. Ab 11. Dezember 2014 im Kino.

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