Neu im Kino: Nachts im Museum – Das geheimnisvolle Grabmal

Bei Nacht erwacht das Museum zum Leben. Wie durch Magie werden alle Ausstellungsstücke lebendig. Nein, nicht wie durch Magie, es ist Magie. Doch die schwindet und so muss sich Museumsnachtwächter Ben Stiller mit seiner Gruppe lebender Wachsfiguren auf den Weg nach London machen, um zu verhindern, dass die Magie stirbt…

Teil 3

Ich habe weder Teil 1 noch 2 gesehen, kann dazu also nichts sagen. Die Handlung ist ein nettes kleines Abenteuer, die Effekte sind ziemlich gut und es gibt ein paar witzige Stellen. Die Animationen in den Museen sind mit viel Phantasie und mit Blick fürs Detail gemacht. Da kann man seine helle Freude dran haben.

Schmerzlicher Negativpunkt ist Rebel Wilson. Ja, dicke Frauen sind irgendwie lustig – aber irgendwie stimmt das nicht. Sie spielt denselben Mist zusammen, den sie wahrscheinlich auch noch in 20 Jahren spielen wird, aber eigentlich ist das eher peinlich als witzig und eher nervig als lustig. Da wird kaum ein Klischee ausgelassen – und lassen können hätte man das allemal.

Ansonsten bietet die Besetzung Ben Stiller (wie meist sehr schön gesprochen von Oliver Rohrbeck), Steve Coogan (besser bekannt als Alan Partridge – außer in Deutschland), Ben Kingsley (der, nachdem er zuletzt/demnächst in „Exodus“ einen Hebräer in Ägypten spielte, hier nun den Pharao gibt… was nach seinen Rollen als Inder, Mandarin, Franzose und Jude in Deutschland die Frage aufwirft, ob er eigentlich je einen Briten gespielt hat? Er hat. Raten Sie doch mal, wo das war!) sowie die offenbar letzte Rolle von Mickey Rooney (ich wusste gar nicht, dass der noch lebt… lebte!) und eine der ebenfalls letzten Rollen von Robin Williams.

Nachruf auf zwei Größen ihres Faches

Damit nutze ich, statt im Jahresrückblick, hier die Gelegenheit für einen kleinen Nachruf. Dieses Jahr haben uns, unter anderem, zwei wirklich große und großartige Schauspieler verlassen, die in Deutschland über viele Jahre zusammengehörten. Robin Williams, von Depressionen geplagt, hat diesen dieses Jahr nachgegeben. Peer Augustinski, vor einigen Jahren durch einen Schlaganfall aus der Bahn geworfen und für eine große Zeit Robin Williams deutsche Stimme, verstarb wenige Monate nach Williams. In einer Zeit, in der es noch keine DVDs gab und man nicht jeden Film einfach im Original sehen konnte, wurde er gewissermaßen zur deutschen Botschaft von Robin Williams. Der Mann, der in „Klimbim“ und „Mann-o-Mann“ dabei war – nicht unbedingt die Glanzpunkte seiner Karriere – erwies sich im Synchronfach als atemberaubend großartig. Wenn man ihn für Robin Williams hört, dann geht dabei nichts verloren, denn sein Talent stand dem des Amerikaners in nichts nach. Begonnen hat diese Verbindung mit „Good Morning, Vietnam“, über den die Legende sagt, dass man über hundert deutsche Sprecher getestet hatte und dann Arne Elsholtz (die großartige deutsche Stimme von Bill Murray, Kevin Kline und Tom Hanks… und Steve Guttenberg in den „Police Academy“-Filmen) Augustinski durchsetzte – eine der besten Entscheidungen, die die deutsche Synchronbranche je getroffen hat. Augustinski passte perfekt und spielte noch besser. Eine Umbesetzung war kaum vorstellbar – bis ihn ein Schlaganfall aus der Arbeitswelt riss und die Studios ihn später, nachdem er sich erholt hatte, kaum noch besetzten. Leider! Zwei große Verluste, ohne die die Filmwelt anders aussehen – und sich anders anhören – wird. Danke für die schöne Arbeit, die ihr in all den Jahren geleistet habt – wir werden euch vermissen!

Fazit im Museum

Nettes, phantasievolles Abenteuer, das einen herrlichen, ironischen Höhepunkt mit dem Auftritt von Hugh Jackman hat. Ab 18. Dezember 2014 im Kino.

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