Neu im Kino: Schändung – Die Fasanentöter

Nach dem Roman von Jussi Adler-Olsen. Mit „Schändung“ kommt jetzt nach „Erbarmen“ (siehe „Neu auf DVD“) die zweite Adler-Olsen-Verfilmung ins Kino. Die Polizisten sind die gleichen, aber der Fall ist ein neuer.

Eigentlich…

hätten die beiden von Abteilung Q (nicht von Bond) noch 50 andere Fälle zu bearbeiten, aber dann kommt ein neuer dazu, ein Doppelmord, der sich vor 20 Jahren ereignete… und eigentlich schon aufgeklärt ist. Sie machen sich an die Arbeit und versuchen, das Geflecht, das sich hinter dem Mord verbirgt, zu entwirren.

Eigentlich…

ist das eher ein Thriller als ein Krimi. Genau genommen ist das ein Thriller. Der Unterschied liegt in einem bestimmten Detail: Es geht eigentlich nicht darum, den Mordfall aufzuklären. Nehme ich jedenfalls an. Denn ich hatte nach rund 20 Minuten raus, wer der Mörder war, also kann es das ja wohl nicht sein. Man muss sich also klarmachen, dass es nicht darum geht, dass der Zuschauer zusammen mit den Polizisten den Mörder herausfindet, das spielt zwar auch eine Rolle, ist aber mehr Teil des Ganzen. Das ist eine wichtige Grundvoraussetzung für die Ansicht dieses Films, denn sonst fragt man sich nach den erwähnten 20 Minuten, ob denn da nun jetzt noch eine Überraschung kommt, weil man sich vielleicht doch geirrt hat, oder eben nicht. Die Antwort ist: oder eben nicht.

Eigentlich…

geht es also um etwas anderes, um das, was sonst noch so passiert. Und das ist recht brutal und recht heftig. Man erfährt natürlich nach und nach, was hinter der Tat steckt, aber dann gibt es auch mal wieder derbe auf die Fresse. Adler-Olsen scheint seine Hauptfigur, den stoischen und sturen Kommissar Carl Merck (Nikolaj Lie Kaas), nicht so sehr zu mögen, denn er lässt ihn auf dem Weg zur Auflösung schon ein bisschen leiden. Ein richtiger Sympathieträger war er schon im ersten Film nicht, hier bleibt er sich treu. Das Menschliche bringt also sein Kollege Assad (Fares Fares) in das Duo ein – ohne den das alles wahrscheinlich schwer verdaulich wäre. Aber er ist die Seele, die der geschundenen Seele Merck zur Seite steht, während der sich einmal mehr in einen Fall hineinsteigert.

Eigentlich…

ist das kein schlechter Film, wenn man ihn, wie gesagt, nicht als Krimi betrachtet. Denn da versagt er auf großer Ebene. Sieht man ihn aber als eine Art Action-Thriller, dann dürfte er recht gut funktionieren. Ab 15. Januar 2015 im Kino.

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