Neu auf DVD: Stonehearst Asylum – Diese Mauern wirst du nie verlassen

Kurz vor Neujahr 1900: Ein junger Doktor kommt als Arzt in eine abgelegene Irrenanstalt. Dort macht er eine überraschende Entdeckung…

Edgar Allan Poe

Ein Mann, der düsteres beschrieb – und so ist „Stonehearst Asylum“ in jeder Hinsicht düster, sowohl der Film als auch die Anstalt selbst. Ein Haus der Irren, wie einem mehr und mehr klar wird. Die Geschichte bietet die eine oder andere Wendung und bleibt dadurch bis zu einem schicken Ende immer interessant.

Arthur Conan Doyle

Der hat mit diesem Film zwar nichts zu tun, aber wir dürfen die Rückkehr von Sherlock Holmes und Dr. Watson miterleben – und ihr Aufeinandertreffen, das zu einem der Höhepunkte des Films zählt. Jahre ist es her, dass sie in „Genie und Schnauze“ den großen Detektiv und seinen Biographen gespielt haben: Michael Caine und Ben Kingsley. Damals gab Caine den Sherlock, doch das Genie hinter ihm war Kingsley als Watson. In diesem Film stehen sie sich jedoch als Gegner gegenüber, als „Arzt und Dämon“, um einen alten Filmtitel zu bemühen. Durch sie erfahren wir, was es um die Jahrhundertwende bedeutet hat, in einem Irrenhaus zu landen – und welche Methoden man zur „Heilung“ der Patienten angewendet hat. Ein wahrhaft gefundenes Fressen für Düsterling Poe, der an diesem Thema seine helle – oder vielmehr düstere – Freude gehabt haben dürfte. So gesehen offeriert uns der Film die Frage, was zu dieser Zeit erstrebenswerter war, verrückt zu sein oder davon „geheilt“ zu werden. Ein, ja, düsteres Kapitel der Medizin.

Edgar Allan Fazit

In einem Wort: düster! In mehreren: Der Film trifft die rechte Stimmung. Die Orte, innere wie äußere, sind gut gewählt und man spürt den richtigen Hauch Poe. Die Inszenierung hätte eine Spur straffer sein können, aber das Ende des Films macht einige seiner Schwächen wieder wett. Wenn Sie glauben, dass Sie eine Therapie benötigen, können Sie sich ab dem 30.1.2015 auf DVD oder Blu-ray ins „Stonehearst Asylum“ einweisen lassen.

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