Neu im Kino: Wild Card

Problemlöser und Detektiv will eigentlich sein Leben genießen, aber erstens fehlt ihm das Geld dazu und zweitens muss er für eine alte Flamme einen Job erledigen, der dazu führt, dass er bald die beliebteste Person von Las Vegas wird, zumindest für Killer…

Statham

Bei Jason Statham weiß man eigentlich mehr oder weniger, was man bekommt. Action. Mal mit einer besseren Handlung, mal nicht. Dies hier ist ersteres. Denn das Buch stammt von William

Goldman

der u.a. auch die Drehbücher zu „Zwei Banditen“ und „Maverick“ schrieb, zwei meiner Lieblingswestern. „Die Braut des Prinzen“ könnte sein bekanntestes Werk sein, „Der Marathon-Mann“ (beide auf einem Buch von ihm basierend, wenn ich nicht irre) sollte auch sehr hoch rangieren. Was mich allerdings bei den genannten Western begeistert hat, war der Humor – der hier ein wenig zu kurz kommt. Aber er ist durchaus da, zum Glück, denn hin und wieder wird es ziemlich hart – und brutal. So dürfen wir zum Beispiel erleben, dass man für einen guten Kampf keine Pistole braucht, sondern dass da ein einfacher Löffel oder eine Kreditkarte schon ausreichen – wenn sie in fachkundigen Händen sind. Und das sind sie offenbar nicht zum ersten Mal, denn es gibt bereits eine Verfilmung von Goldmans Buch „Heat“, in der Burt

Reynolds

die Hauptrolle spielt. Hier wäre es interessant, einen Vergleich zwieschen beiden Verfilmungen anzustellen. Wie ähneln sich die beiden Bücher, wie unterscheiden sich die beiden Hauptdarsteller. Wobei man sagen muss, dass die Besetzung von „Wild Card“ ziemlich gut ist. Zwar sind Sofia Vergara und Jason Alexander ein wenig verschwendet, dafür aber ist Milo Ventimiglia (wir erinnern uns an „Heroes“, eine Serie, die eine phantastische erste Staffel hatte und dann mehr und mehr wirklich beschissen wurde) perfekt als schmieriger Mafia-Typ, der eigentlich für den ganzen Schlamassel verantwortlich ist. Ein kleiner Glanzpunkt des Films, wie nicht anders zu erwarten, ist der Auftritt des immer großartigen Stanley Tucci – und wie üblich ist es eine Freude, ihn spielen zu sehen. Doch das ist nicht die einzige Freude, denn Regisseur Simon

West

der auch den sehr guten Krimi „Die Tochter des Generals“ mit John Travolta inszenierte, legt hier einen Detektiv-Thriller vor, der nicht nur gut durchchoreographierte Action aufweist, sondern auch einen sehr interessanten Schnitt. Sowas fällt mir für gewöhnlich nicht auf, hier ist es aber sehr deutlich und schön gemacht, wie sich die Szenen überlappen und dadurch ineinander fließen.

Wild Card“ macht seinem Namen alle Ehre und ist ein guter, harter Thriller mit einer guten Handlung, jeder Menge Action, toll gemachten Kampfszenen und einer perfekten Besetzung. Ab 12. Februar 2015 im Kino.

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