Neu im Kino: STILL ALICE

Intelligente Professorin muss feststellen, dass sie Alzheimer hat. Nach und nach setzt der Verfall ein…

Still Good

Das ist kein Wohlfühlfilm – aber es ist ein sehr guter Film! Wir erleben, wie eine Person durch eine Krankheit, die alles verändert, aus dem Leben gerissen wird, wie sich ihr Leben dadurch verändert – und das ihrer Familie. Zunächst sind die Veränderungen nur klein, fast subtil, doch mehr und mehr setzt „das Vergessen“ ein. Wenn es eine Anklage an eine Krankheit gäbe, dann wäre es dieser Film. Man kann als Zuschauer erfahren, was die an Alzheimer Erkrankten, aber auch ihre Angehörigen durchmachen müssen. Das erscheint wenig geschönt, sondern recht hart wiedergegeben – und sollte in einem das Mitgefühl für beide Seiten wecken.

Still Acting

Alice wird dargestellt von Julianne Moore – die einmal mehr beweist, was großartiges Schauspiel bedeutet. Sie war phantastisch und auf den Punkt als Sarah Palin in „Game Change“ und hier zeigt sie, wie es ist, krank zu werden und welche Wege es gibt, damit umzugehen. Ob das eine authentische Darstellung von Alzheimer ist, kann ich leider nicht beurteilen, aber bei einer Schauspielerin ihres Kalibers ist die Wahrscheinlichkeit dafür sehr hoch. Mal wieder großes Kompliment für die Frau, die seit „Boogie Nights“ kaum gealtert zu sein scheint. Ein verdienter Oscar für eine verdiente Schauspielerin. Ihr zur Seite als Ehemann steht Alec Baldwin, mit dem sie bereits für „30 Rock“ vor der Fernsehkamera stand, der Serie einer anderen Sarah Palin Interpretin: Tina Fey. Eins ihrer drei Kinder wird dargestellt von Kristin Stewart, zu der ich folgende Theorie habe: Sie starb während der Dreharbeiten von „Panic Room“ (in dem sie gut war), arbeitete aber trotzdem weiter und machte, tot wie sie war, die „Twilight“-Filme (in denen sie nicht so gut war, aber extrem tot wirkte) und wurde für diesen Film endlich wieder reanimiert. Sie wirkt tatsächlich lebendig und macht ihre Sache auch durchaus gut.

Still Fazit

Ein sehr guter Film! Eine ehrliche und recht schonungslose Auseinandersetzung mit der Krankheit Alzheimer, die relativ leichtfüßig beginnt, gegen Ende aber so deprimierend wird, wie man das erwarten kann. Absolut sehenswert, aber nix für die Bespaßung zwischendurch. Ab 5. März 2015 im Kino.

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