Neu im Kino: Nur eine Stunde Ruhe

Ein Mann findet eine Schallplatte, die er schon seit Ewigkeiten gesucht hat. Nun möchte er nichts anderes, als eine Stunde Ruhe, um sie zu genießen – doch wie es das Leben so will, kommt es anders…

Nach einer wahren Begebenheit

Diese Floskel findet man so oft an unpassender Stelle, warum nicht auch hier, wo sie sogar gepasst hätte? Doch statt dessen basiert der Film auf einem Theaterstück, was die räumliche Beschränktheit erklärt, aber keineswegs negativ zu sehen ist. Denn zunächst mal nimmt der Film jede Menge Fahrt auf, wenn die Hauptfigur eigentlich nur seine Ruhe haben möchte, dann aber ein Problem nach dem anderen auftaucht und ihn daran hindert, sich einen klitzekleinen Wunsch der Ruhe zu erfüllen und ein verloren geglaubtes Stück Jazzgeschichte zu genießen. Doch die Probleme werden nicht nur mehr, sondern auch größer und sein Glauben, dass er mit dem Hören dieser Platte den besten Tag seines Lebens erlebt, geht möglicherweise nicht unbedingt so in Erfüllung.

Bondgirl trifft Asterix

Nachdem Gérard Depardieu sich auf Putins Seite geschlagen hat und nun offensichtlich nicht mehr gefühlte 25 Filme pro Jahr macht, bleibt mehr Platz für andere Größen des französischen Kinos – zum Beispiel für seinen Asterix. Christian Clavier spielt gekonnt den Mann, der eigentlich nur ein bisschen Ruhe möchte, mal ein wenig überdreht, mal ein wenig repetetiv, aber das wird am Buch liegen. Seine Asterix-Tage scheinen vorbei zu sein, tatsächlich wirkt er fast ein wenig wie Topol in dem Bond-Film „In tödlicher Mission“. Aus dem stammt denn auch seine Filmehefrau: Carole Bouquet. Die wirkt die meiste Zeit des Films ein wenig müde, aber dankenswerterweise dürfte dies der Handlung geschuldet sein.

Eine Stunde Fazit

Bevor uns das amerikanische Remake mit Bill Murray ins Haus steht (bekannt ist da noch nichts, aber da Hollywood eh nichts mehr neues macht, ist mit so was doch wohl zu rechnen) lieber das französische Original ansehen. Die Komödie ist bisweilen hektisch, bisweilen anstrengend, fast, als wäre sie von Neil Simon, aber unterm Strich tut sie dann doch weniger weh. Angenehme Sommerunterhaltung mit einem durchaus befriedigenden Ende. Ab 16. April 2015 im Kino.

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