Neu im Kino: EDEN – Lost in Music

Es geht um… ach! Das Infomaterial nennt uns die Begriffe „elektronische Beats“ und „French House Szene“ und darum scheint es ja wohl irgendwie zu gehen, um einen DJ, der in diese Szene eintaucht, um „Daft Punk“, die sich immer wieder die Ehre geben, um die Clubs, die Musik und wie schwierig es ist, davon zu leben.

Hmmm…

Ich denke, das fasst den Film überraschend gut zusammen. Drogen nicht vergessen. Auch, was das Einnehmen vor dem Film angeht, denn das könnte durchaus helfen. Denn…

Warnhinweis!

Sie sollten die Musik, die in diesem Film gespielt wird, um die es in diesem Film geht, schon mögen. Und kennen. Und lieben. Und sich für das Genre interessieren. Musik. Elektrozeugs. Clubs. Denn SONST werden Sie an diesem Film möglicherweise nicht viel Freude haben.

Hand aufs Herz

Ich hatte an diesem Film nicht viel Freude! Nicht meine Art von Musik – aber das ist nur eine Seite der Medaille. Die andere ist: Nicht meine Art von Handlung. Wenn man das mal so bezeichnen möchte. Man fragt sich unterwegs, ob der Film vielleicht nicht nur Zeitportrait ist, sondern auch Künstlerbiographie, ob die abgebildeten Ereignisse sich wirklich so (oder, wie bei Biopics üblich, eher irgendwie so ähnlich oder möglicherweise auch ganz anders oder gar nicht) ereignet haben – man fragt sich das, weil das die „Handlung“ des Films irgendwie erklären, rechtfertigen würde. Denn wenn das ein rein fiktionales Werk ist, dann ist es in Sachen Handlung verdammt schwach. Und es braucht etwa eine Stunde, bis überhaupt etwas anfängt, das man entfernt als Handlung bezeichnen könnte. Davor ist es eher eine Aneinanderreihung unspannender Szenen und Musiken, von denen man die Hälfte locker entfernen könnte, ohne dass es einen Unterschied machen würde. Es ist nicht wirklich langweilig, aber es ist auch eigentlich nicht interessant. Ansätze von Cartoonismus, die das ganze hätten interessanter gestalten können, vergehen im Rhythmus der Musik – denn das ist es eher, was diese Musik ausmacht, der Beat, der Rhythmus, nicht die Melodie. Jedenfalls war das mein Eindruck, aber ich kann mich auch irren.

EDEN – ENDE

Eine kleine Umstellung der Buchstaben und schon… Oh, ganz vergessen, auf den austauschbaren Titel einzugehen. Naja, zu spät. Also, wenn Sie die Musik mögen, wenn Sie sich für die Geschichte dieser Musik interessieren, wenn Sie keinen Wert auf eine Handlung legen, und besonders: Wenn Sie die Musik mögen!!! dann könnte das Ihr Film sein. Sonst… vielleicht eher nicht. Ab 30. April 2015 im Kino.

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