Neu auf DVD: Schmerzensgeld

Junges Pärchen bekommt einen Teekessel in die Hand, der bei Schmerzen Geld ausspuckt. Wie weit wird dieses Paar gehen, um reich zu werden?

Grimms Märchen aus der „Twilight Zone“

Die Geschichte könnte in beidem spielen. Etwas altertümlicher aufgezogen wäre es ein wunderbar böses Märchen von den Brüdern Grimm – etwas schwarzweißer aufgezogen wäre es eine herrlich moralische Folge aus der „Twilight Zone“. Das Potential hat der Film zu beidem – und das ist ein Kompliment!

Wie sich das gehört ist das Pärchen arm, damit hat es eine gute Motivation, Geld zu brauchen. Schmerz als Mittel zum finanziellen Erfolg – wie üblich bei solchen Dingen fängt man klein an. Man experimentiert. Und dann… besteht irgendwann die Gefahr, dass man einfach zu weit geht. Der Film denkt und spielt die Möglichkeiten, die sich einem in einer solchen Situation bieten würden, sehr schön durch. Die Wege, auf die man einander Schmerzen bereiten kann, wie das ganze zu einem Spiel ausarten kann, zu einem ernsten und bitteren Spiel. Das ist teils witzig, teils tut es aber auch weh – im doppelten Sinne. Und am Ende fehlt nur Rod Serling, der den sanften Geschmack einer Zigarette anpreist und uns erzählt, worum es in der nächsten Folge gehen wird…

Spielend leicht

Die Besetzung des Films ist recht jung gehalten und deckt einen guten Ausschnitt aus der amerikanischen Serienlandschaft ab. Da ist Alexis Bledel von den „Gilmore Girls“, Alia Shawkat aus „Arrested Development“, Jack McBrayer von „30 Rock“, in einer kleinen Gastrolle Matt Walsh aus „Veep“ und möglicherweise sogar „How I Met Your Mother“s Mutter. Die weibliche Hauptrolle jedoch spielt Juno Temple, die zwar auch einen Kleinstauftritt als Freundin von Catwoman in „The Dark Knight Rises“ hatte, aber eher auffallen dürfte durch ausgefallene Filme wie „Killer Joe“ und „Kaboom“. Sie zeigt, dass sie mehr drauf hat als die meisten austauschbaren Hollywoodpüppchen und da kann man nur hoffen, dass man in Zukunft noch mehr von ihr sehen wird.

Bonus

Es gibt eine Menge geschnittener Szenen, die dem Ganzen noch ein paar düsterere Facetten verliehen hätten, sowie einen alternativen Anfang, der aber letztenendes dem Film eher eine Richtung gegeben hätte wie „Buffy, der Vampirkiller“, und da ist es vielleicht ganz gut, dass man das weggelassen hat.

Fazitgeld

Interessant, ein bisschen anders, gut durchdacht und sehr unterhaltsam. Da ich Filme schätze, bei denen man sich die Mühe gemacht hat, ein Thema mal von vorne bis hinten zu durchdenken und seine Möglichkeiten durchzuspielen, rennt er bei mir offene Türen ein. Auch die Tatsache, dass man die Parallele zu „mein Schatz“ im „Herrn der Ringe“ erkannt und erwähnt hat, ist den Machern hoch anzurechnen. Ab 5.5.2015 auf DVD und Blu-ray.

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