Neu im Kino: Mad Max: Fury Road

Mad Max ist zurück. Die Welt ist zerstört. Es gibt nur noch Wüste. Eine Ansiedlung unter einem fiesen Diktator. Und Autos. Die Fahrt beginnt…

Die „Mad Max“-Reihe

Action aus Australien, das war Ende der 70er etwas völlig neues – und machte einen Mann zum Weltstar. Oder brachte ihn auf den Weg dorthin: Mel Gibson (nicht Malcolm Gibson, der Bekannte von Crocodile Dundee). Mad Max war eine seiner ersten großen Rollen – und, wie es aussieht wurde der erste Film für den amerikanischen Markt synchronisiert. Weil die Amerikaner die australischen Akzente nicht verstehen konnten. Das waren noch Zeiten, denn heutzutage dreht man einfach ein Remake. Selbst von britischen Sachen… aber lassen wir das.

Die „Mad Max“-Filme sind ein bisschen krude – und streng genommen gab es nur zwei Elemente, die die Filme miteinander verbanden: Mel Gibson als Max und atemberaubende Stunts mit Autos. Ansonsten wirkt es so, als wäre da eine größere Lücke zwischen dem ersten und dem zweiten Film… die „Mad Max: Fury Road“ jetzt schließt.

Atemberaubende Action

So kann man das Ganze zusammenfassen. Als verrückter Max geht diesmal Tom Hardy an den Start, eine perfekte Wahl für den wortkargen Antihelden und er schafft es sogar, ähnlich wie Mad Mel zu klingen. Ihm zur Seite steht, sitzt und fährt Charlize Theron, die auch mit kurzen Haaren und Öl im Gesicht genauso atemberaubend aussieht, wie die Action des Films ist. Und die ist nahezu Non-Stop, mit ein paar Tank- und Pinkelpausen. Ansonsten wird durch die Wüste gerast, was das Zeug hält – und man ertappt sich irgendwann dabei, dass man vergessen hat, zu atmen. Nicht unbedingt der Frauenfilm des Jahres, aber wer auf Wüste und Geschwindigkeit und schnelle Wagen steht, der dürfte hier auf seine Mautkosten kommen. Die Handlung… fliehen vor dem bösen Diktator. Und Abfahrt!

Blick fürs Detail

Mit schlechten Filmemachern wäre dies ein austauschbarer Actionmist geworden, rasant und schnell aber irgendwie seelenlos. Doch das Schöne ist, dass man sich hier ein bisschen Mühe gegeben und gerade der postapokalyptischen Gesellschaft viele schöne Details verliehen hat, wie gemolkene Frauen und den heiligen Ständer der Lenkräder. Oder das „Wacken auf Rädern“. Das ist sehr schön. Außerdem gibt es einige Elemente, die an die anderen Filme erinnern, so dass sich „Fury Road“ gut in die Gesamtwelt der Reihe einfügt. Und Namen wie „Papagallo“ aus dem zweiten Film fehlen – dankenswerterweise.

Actionoverload

Allerdings gibt es da eine Sache… Die anderen drei Filme sind, wie gesagt, ein wenig krude und das einzige, was sie wirklich aus der Masse herausgehoben hat, waren die rasanten Actionszenen. Und Stunts. Mit Autos. Denn die waren so spektakulär, dass es nicht nur so aussieht, als könnte man sich dabei verletzen, das scheint auch tatsächlich passiert zu sein. Selbst im eher schwachen dritten Film gibt es eine Sequenz auf einem Zug, bei der man sich denkt: Wenn der Stuntman da nicht auspasst, isser hin. Stunts von Hand gemacht – und man merkt es. „Fury Road“ bietet zwar auch jede Menge Action und Autos und Geschwindigkeit und Stunts, aber das einfache, handgemachte fehlt ein bisschen. Da bangt man nicht um das Leben des Stuntman. Das muss kein Nachteil sein, aber es nimmt dem Ganzen ein bisschen dieses eine besondere Element, denn die drei anderen Teile hatten kein Geld, sie hatten nur Stunts, die einfach echt und gefährlich aussahen.

Mad Faz

Atemberaubende Non-Stop Action auf vier Rädern und jeder Menge Adrenalin, der lediglich der Charme des Kruden fehlt – und vielleicht ein stringenteres Ziel als „dahin, wo’s Grün ist“ (bekannt als „Dryland“ aus „Waterworld“, dem untergegangenen und in der Vergessenheit versunkenen feuchten Rip-off von „Mad Max“). So fährt man gradaus durch die Wüste (die südafrikanische, nicht die australische… was man irgendwie spürt) und gibt Gas, was das Zeug hält. Genau richtig für alle, denen die „Fast and Furious“ Filme irgendwie zu zivilisiert sind. Ab 14. Mai 2015 im Kino.

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