Neu auf DVD: Kurt Cobain – Tod einer Ikone

Kurt Cobain, Sänger, Idol, Drogenbenutzer. Und alles endet mit einer Schrotflinte. Selbstmord. Oder etwa nicht…?

Cobain, die Zweite

Es ist wie damals, als man im selben Jahr zwei Filme über Vulkanausbrüche hatte, oder zwei, bei denen ein Meteorit die Erde zerstören will, oder zwei, in denen Terroristen ins Weiße Haus eindringen… oder zwei über Stephen Hawking, wie letztes Jahr. Und so begegnen wir nach „Cobain – Montage of Heck“ ein weiteres Mal Kurt Cobain – und hätte ich nicht die eine oder andere Schwierigkeit mit der Heck-Montage, dann hätte ich jetzt ein Doppelfeature vorgeschlagen, aber das möchte ich – außer den Cobain-Fans – dann doch niemandem zumuten. Dieser Film setzt da an, wo „Montage“ aufhörte und was dort streng genommen zu kurz gekommen war: bei Cobains Tod. Um den ranken sich seit einiger Zeit Gerüchte, dass da vielleicht etwas nicht ganz mit rechten Dingen zugegangen sein könnte. „Tod einer Ikone“ nimmt genau diesen Aspekt unter die Lupe.

Das ganze ist ein bisschen wie ein Krimi, eine Ermittlung, in der der echte Detektiv Tom Grant, der damals von Cobains Angetrauter Courtney Love engagiert worden war, von den Dingen berichtet, die er seinerzeit in Erfahrung gebracht hat und die bei den Ermittlungen der Polizei schief gelaufen sind. Unterstützt wird das von dem, was der Volksmund als „nachgestellte Szenen“ bezeichnet, was ein bisschen ein Schwachpunkt, wie ich finde, jeder Dokumentation ist (friss das, Guido Knopp mit deinen nachgespielten Naziszenarien!). Wahrscheinlich muss man das machen, weil es für den Zuschauer sonst nicht ansprechend genug ist, die Originalbänder, die Grant damals von seinen Gesprächen mitgeschnitten hat, anzuhören, aber da hätte man ja auch a la „Waltz with Bashir“ die Trickfilmvariante wählen können.

Der Fall Cobain

Neben dem eifrigen Ermittler kommen natürlich auch Bekannte und Beteiligte des beteiligten Seattle Police Department zu Wort. Nach und nach ergibt sich ein Bild. Nicht unbedingt ein klares, das einen bestimmten Täter anklagt, aber je mehr man erfährt, umso mehr erkennt man, dass bei der Untersuchung geschlampt wurde, aus welchen Gründen auch immer. Am Ende hat man dann selbst berechtigte Zweifel daran, dass sich alles so abgespielt hat, wie es einem damals verkauft wurde…

Fazit

Interessante Dokumentation über einen bekannten Todesfall, die ein paar neue Lichtquellen auf den Tod von Kurt Cobain eröffnet. Wer sich ein eigenes Urteil darüber bilden möchte, hat ab 9.6.2015 auf DVD und Blu-ray Gelegenheit dazu.

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