Bonus-Kolumne: Das Ende von „Interstellar“

Spoiler!

Erst beim zweiten Schauen von Christopher Nolans „Interstellar“ ist mir die „wahre Bedeutung“ des Films bzw. seines Endes aufgegangen. Ich bin sicher, irgendjemand hat diese Theorie schon irgendwo geschrieben und ich bin sicher, Nolan wird sich darauf berufen, dass das „offen“ und „dem Betrachter überlassen“ ist, d.h. jeder kann sich denken, was er will und gut ist.

Der Film zeigt uns, wie Matthew McConaughey in ein schwarzes Loch fliegt, im Bücherregal seiner Tochter landet, ihr durch die Zeit die Lösung für ihr Problem telegrafiert, dann wird er auf wundersame Weise gerettet, landet auf einer Raumstation, wo ihn seine inzwischen zur Oma avancierte Tochter auf ihrem eigenen Sterbebett nochmal kurz die Hand schüttelt und ihm dann sagt, er soll sich verpissen, um Anne Hathaway zu finden, weil die seit ihrem Haarschnitt für „Les Mis“ ganz allein wäre. Wenn man das mal genau betrachtet, ist das…

VÖLLIGER SCHWACHSINN!!!

Nichts in diesem Szenario ergibt bei näherer – und fernerer – Betrachtung einen Sinn. Man hat sich darauf geeinigt, dass das Wurmloch, durch das man in die entfernte Galaxis kommt, von Menschen geschaffen wurde – aber nicht das verdammte schwarze Loch! Also warum sollte man dann durch letzteres eine Zeitreise machen, die die Menschheit rettet? Weil die achtdimensionalen Nachfahren der Menschheit auch das geschaffen haben? Ich wiederhole mich gerne:

VÖLLIGER SCHWACHSINN!!!

Also kommen wir zu meiner Interpretation des Endes: Alle sterben! Die Menschheit ist verloren! Niemand überlebt! Und wer ist schuld daran? Matt Damon!

?

Oh, das ist ganz einfach. Der Film erklärt es uns sogar, genau genommen erklärt Matt Damons Figur Mann es uns: Wenn man als Familienvater stirbt, zieht die eigene Tochter nochmal an einem vorbei (oder sowas in der Art). Also man denkt an seine Familie, weil die Liebe die stärkste Kraft im Universum ist, stärker noch als die verschissene Gravitation, die aus irgendwelchen Gründen dazu verkommen ist, Bilder in den Sand zu zeichnen – oh Mann, Gravy, wie tief bist du gesunken?

Und das ist, was passiert: Damon hat Scheiße gebaut. Er lockt die Expedition auf seinen Planeten, um gerettet zu werden. Um seine Spuren zu verwischen, prügelt er sich mit Matthew McConaughey. Dabei beschädigt er McConaugheys Helm – und der stirbt langsam an Sauerstoffmangel.

Und das ist der Punkt, Matthew McConaughey stirbt!

Alles, was wir von da an zu sehen bekommen, sind die letzten Gedanken, die sich in seinem Kopf abspielen, bevor er tot ist – und er verbringt die Zeit mit seiner Tochter, rettet sie und die Menschheit… eben genau das, was Matt Damon gesagt hat.

Da Michael Caine (mal wieder) gelogen hat, ebenso wie Damon (passender Name übrigens), können wir also nur davon ausgehen, dass es der Menschheit genauso ergehen wird wie Matthew McConaughey: sie wird langsam ersticken! Kein so positives Ende wie Sie gedacht haben, oder?

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