Ist die Politik eigentlich so bescheuert?

Nun, ich fürchte, die Antwort wird „Ja!!!“ lauten, aber streng genommen muss da jeder selbst hinkommen. Meine schlicht und ergreifende Frage ist: Sieht niemand eine gewisse Kausalität? Oder wo liegt da das Problem?

Wir bekommen täglich zu hören, dass tausende von Flüchtlingen nach Deutschland kommen und die Gemeinden sie in Turnhallen und Zeltlagern unterbringen müssen.

Wir bekommen auch zu hören, aber weniger täglich, dass es in Ostdeutschland einen riesigen Leerstand an Wohnungen gibt. Oder wie groß die Landflucht teils auch im Westen ist, was ebenfalls zu leeren Wohnungen führt.

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Warum, bitte, warum zählt niemand 1 und 1 zusammen und kommt auf die Idee, dass man eine Menge Flüchtlinge menschenwürdig im Osten unterbringen könnte? Wo zur Hölle ist da bitte das Problem?

Gut, das Problem sind im Zweifel die Arschlöcher, die Häuser anzünden, um zu verhindern, dass dort Personen, die Hilfe brauchen, einziehen können. Das macht eine Sache schwierig: Vorher mit der Bevölkerung zu reden und ihr schonend beizubringen, was man da vorhat. Denn das ruft eben diese zündelnden Arschlöcher auf den Plan. Die Anwohner also vor vollendete Tatsachen zu stellen ist kein schöner Weg, aber möglicherweise die einzige Möglichkeit, die weitere Zerstörung von Unterbringungsmöglichkeiten zu verhindern. Außerdem neigen Politiker leider dazu, Bürger wie Untertanen zu behandeln und gar nicht erst zu versuchen, vernünftig auf jemanden einzugehen, was die Sache, den Bürgern zu erklären, worum es geht, nicht gerade vereinfacht.

Und wovor haben die Leute eigentlich Angst?

Dass die Kriminalitätsrate steigt? In meinen Keller wurde schon zigmal eingebrochen – und zu dem Zeitpunkt gab es die Notunterkunft gegenüber noch gar nicht! Die waren es also nicht, die mich beklaut haben, also wenn man davor hat, diese Leute sind schon hier!

Außerdem…

Gäbe es neben dem Wohnraum im Osten (das darf man nicht sagen, weil das Hitlermäßig klingt!) noch eine weitere Möglichkeit, zumindest für die warmen Monate, die aber jetzt langsam dem Ende entgegengehen: der Berliner Flughafen! Wenn ihr Platz für Betten und Zeltstädte sucht, da dürfte es genug davon geben. Und ihr wollt doch nicht ernsthaft behaupten, dass da im Moment wirklich dran gearbeitet wird, oder? Ich meine, wirklich?

Aaaaaalso…

Lösungen sollte es also geben, und das ohne wirklich großes Nachdenken. Oh, eine Möglichkeit hätt ich noch: Leerstehende Büroflächen! Da sollten die Städte und Kommunen (oder wer auch immer) vielleicht mal schauen, was bereits seit Jahren leersteht und was die Eigentümer nicht vermietet kriegen. Dann könnte man denen ein nettes Angebot machen – das natürlich im Zweifel notwendige Renovierungsmaßnahmen im Anschluss mit einschließen sollte. Denn wohnende Menschen verhalten sich anders als arbeitende – obwohl, nein, die pennen auch nur vor dem Rechner.

Ich erhebe hier weiß Gott nicht den Anspruch, die Heilslösungen zu bringen, die die Welt retten – aber ich würde doch gerne mal darum bitten, dass mir jemand erklärt, warum es auf diese Weise nicht geht!

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