Neu auf DVD: Robot Overlords- Herrschaft der Maschinen

Roboter aus dem Weltraum haben die Erde übernommen und allen Menschen Stubenarrest erteilt. Sie sagen, sie wollen nichts Böses, aber kann man Robotern wirklich vertrauen? Eine Gruppe Kinder findet durch Zufall heraus, wie man die implantierten Meldesensoren außer Kraft setzen kann und erkundet die nähere Umgebung…

Die Herrschaft der Maschinen

Seit es sie gibt haben die Menschen Angst vor ihnen. Erst war es, dass sie ihnen die Arbeitsplätze wegnehmen, danach, dass sie irgendwann so schlau werden, dass sie verstehen, wie dumm die Menschen doch sind und sich natürlich sofort vornehmen, diese Idioten zu beherrschen. Mal schicken sie Killerroboter aus der Zukunft, mal kommen sie aus dem Weltraum – und auch, wenn sie was anderes behaupten, sie kommen selten als Freunde.

Das Haar in der Suppe

Robot Overlords“ funktioniert eigentlich sehr gut und für das wahrscheinlich vergleichbar kleine Budget bietet der Film sehr gute Effekte und sogar zwei namhafte Darsteller. Die Handlung entwickelt sich ganz gut, das meiste ergibt einen Sinn, man erfährt sogar, was die Roboter eigentlich vorhaben. Selbst die Sache mit „dem Einen“ oder „dem Auserwählten“ ist hier vernünftig gelöst und sogar glaubwürdig. Seine Endlösung ist besser als die von „Independence Day“, hat aber den kleinen Beigeschmack, dass man eben doch nicht mit einem einzigen Rechner das Internet lahm legen kann, weil es da noch genügend Sicherheitsvorkehrungen geben würde, die das verhindern – um mal ein Beispiel zu benutzen. Das hat Picard aus diesen Gründe mit den Borg auch nicht so einfach geschafft – um mal ein anderes Beispiel zu benutzen. Da wäre eine „kleinere“ Lösung sinnvoller gewesen.

Das eigentliche Haar in der Science Fiction Suppe ist aber die klitzekleine Frage: Wenn alle zu Hause bleiben müssen – wie werden sie dann versorgt? Liefern die Robos ihnen Essen ins Haus? Gibt es eine Stunde, zu der alle einkaufen gehen dürfen? Gibt es einen Robo-Notdienst, wenn mal das Klo verstopft ist? Abgesehen von diesem kleinen Element, das mir nicht ganz durchdacht zu sein scheint, geht aber alles recht gut.

Kings lay

Oder Kingsley, Ben, Oscar für und als „Ghandi“, sich aber auch nicht zu schade, um in billigem Schrott mitzuspielen, um die Miete zu bezahlen oder sich ein Boot zu kaufen oder so was. Er holt mit diesem Film in meiner Kino/DVD-Reihe Samuel L. Jackson ein, der bislang mit viermaligem Auftreten führte (streng genommen wäre eigentlich Joel Kinnaman der Spitzenreiter, da der in „RoboCop“, „Kind 44“ und drei Staffeln „The Killing“ auftauchte, aber Serie zählt einzeln, also muss er noch einen Film warten). Nach „Nachts im Museum 3“, „Exodus“ und „Stonehearst Asylum“ gibt sich Herr Kingsley nun also das vierte Mal die Ehre und liefert wie meist eine gute Leistung ab. Ihm zur Seite spielt die durch „Akte X“ bekannt, berühmt und beliebt gewordene Gillian Anderson – die in der deutschen Fassung aber leider nicht die markante und unverwechselbare Stimme von Franziska Pigulla hat. Schade.

Herrschaft des Bonus

Im Making of erfährt man etwas über die Ursprünge des Projekts, aber auch über die Auswahl der jungen Darsteller.

Fazit Overlords

Sieht man mal davon ab, dass inzwischen fast alles im SciFi-Bereich auf Kinder zugeschnitten zu sein scheint, nicht nur als Publikum, sondern auch als Hauptdarsteller, findet man hier einen guten Film zum Thema Mensch gegen Maschine (eigentlich: Kids gegen Maschine), über die Herrschaft einer fremden Macht mit ihren Kollaborateuren (siehe dazu auch „V“) und natürlich dem Versuch, eine Familie zusammenzuführen. Brauchbare Handlung, gute Effekte, ab 27.8.2015 auf DVD und Blu-ray.

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