Neu im Kino: Everest

Die Geschichte von Steve Everest, dem Erfinder des 3D-BH, der nach seiner bahnbrechenden Erfindung feststellte, dass dafür 3 Brüste notwendig sind… und ein neues Projekt beginnt…

B stimmt

Natürlich geht es nicht um den verkannten Erfinder, sondern um den gleichnamigen Berg. Und eine Gruppe Hobbybergsteiger, die ihn bezwingen wollen. Da kann eigentlich nichts schief gehen auf einem der gefährlichsten Berge der Welt… oder?

B eindruckend

Der Film, der auf einer wahren Geschichte beruht, beeindruckt mit phantastischen Aufnahmen. Wie viel davon tatsächlich aus Nepal kommt und wie viel in Süd Tirol gedreht wurde, wird nur der fachkundige Bergkenner erkennen, großartig sind diese Aufnahmen so oder so. Und, ähnlich wie bei „The Descent“, denkt man sich, dass man eine Handlung (mit Monstern… oder Bergsteigern) eigentlich gar nicht braucht, da die Naturkulisse selbst so beeindruckend ist, dass eigentlich eine Doku reichen würde, in der ein paar Leute den höchsten Berg der Welt erklettern und man dabei nicht nur das Massiv selbst, sondern auch die umliegende Umgebung zu sehen bekommt. Das auf der großen Leinwand – wäre ein phantastisches Projekt!

So haben wir aber eine Geschichte, bei der wir davon ausgehen können, dass irgendwas schief gehen und ein paar der Beteiligten wahrscheinlich nicht zurückkommen werden, denn warum sonst sollte man eine Geschichte Mensch gegen Berg erzählen? Nichtsdestotrotz sind die Aufnahmen, auch mit den Schauspielern, einfach so gut geraten, dass man nie den Eindruck hat, sie wären nicht auf dem Berg!

B setzung

Die Mannschaft ist für heutige Verhältnisse recht hochgradig besetzt. Jason Clarke zieht mit diesem Film in dieser Kolumne mit Ben Kingsley und Samuel L. Jackson gleich, denn nach „Planet der Affen“, „Kind 44“ und „Terminator: Genysis“ gibt er sich zum vierten Mal die Ehre, wie immer sehr gekonnt. Die guten Recken Josh Brolin („Inherent Vice“, „Sicario“) und Jake Gyllenhaal („Nightcrawler“, „Southpaw“) kommen hiermit auf jeweils drei Auftritte – und auch hier leisten sie gute Arbeit. Schön ist es auch, mal wieder John Hawkes auf der großen Leinwand zu sehen. Sam Worthlessness dagegen… muss nicht sein, spielt aber auch keine große Rolle, zumindest nicht für die Handlung.

B ziehungsweise

Der Film fängt gut an und beeindruckt für drei Viertel mit guter Handlung, guten Schauspielern und phantastischen Ausblicken. Doch irgendwann kommt der Sturm und damit wird viel des Guten ein wenig hinweggefegt. Das liegt auch daran, dass der Film eins leider nicht schafft: Uns zu vermitteln, wo ungefähr wer ist und wie weit es für ihn von dort bis zum rettenden Camp ist. Da man da nur spekulieren kann, verliert der Film ab hier ein wenig den Boden unter den Füßen – könnte aber auch am Wegschmelzen der Gletscher durch Erderwärmung liegen. Hier wäre deshalb wieder die Dokumentarversion schöner gewesen, wo man eine bessere Vorstellung davon bekommt, wo wer – auch in Beziehung zu wem – ist. Eine Vorstellung davon, wie gigantisch der Berg und wie klein der Mensch ist, die bekommt man aber auch so. Entweder zur Klettersaison in Nepal – oder ab 17. September 2015 im Kino.

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