Neu im Kino: MALALA – Ihr Recht auf Bildung

Die Geschichte eines mutigen Mädchens!

Freidenkerin, Friedensnobelpreisträgerin, Attentatsopfer

Man darf eigentlich nicht zuviel darüber nachdenken, in was für einer Welt wir leben. Oder was das für Leute sind, die mit dem Begriff „Arschlöcher“ nur höchst unzureichend beschrieben werden, die einem kleinen Mädchen in den Kopf schießen. Wirklich? Ich meine, sind wir schon so weit gekommen? Oder vielmehr so tief gesunken? Dass wir Kinder umbringen müssen? Das ist so mies, dass man es doch noch nichtmal mit Religion rechtfertigen kann – sondern bestenfalls damit, ein ausgemachtes Arschloch zu sein. Und selbst das ist keine Entschuldigung. Oder Erklärung. Oder sonst was. Ein Kind, unschuldig, unbewaffnet, umbringen zu wollen ist widerlich und feige. Sollte es wirklich einen Gott geben, der ein solches Verhalten gut heißt, dann gehört ihm seine Göttlichkeit postwendend anerkannt und er aus der Gottgewerkschaft rausgeworfen! Also begründet eure feigen Tagen nicht mit Religion und zieht nicht die anderen Leute, die an denselben Gott glauben und im Gegensatz zu euch anständige Menschen sind, da mit hinein! Feige Arschlöcher seid ihr – um das mal ganz klar zu sagen. Und das gilt für jeden, der sich an Kindern vergreift, ganz gleich, womit er das zu rechtfertigen versucht. Peinlich eigentlich, dass diese Taliban, die Afghanistan mit ihren freundlichen Morden zu besseren Moslems machen wollen, von James Bond („Der Hauch des Todes“) und Rambo („Rambo 3“) zu heldenhaften Freiheitskämpfern gemacht wurden, „the galant people of Afghanistan“ – diese Widmung sollte selbst einem Typen wie Rambo inzwischen unangenehm sein.

Und, wo wir schon mal dabei sind, so, wie sich diese „Menschen“ (das gehört wirklich in Anführungszeichen) dort verhalten, so, wie es im Film dargestellt wird, sollte jedem, der noch halbwegs bei Verstand ist, klar sein, warum es so viele Leute gibt, die derzeit vor den Zuständen in ihren Ländern fliehen und ihr Heil in Europa suchen. Es sind allerdings nicht die Leute mit Verstand, die Flüchtlingsheime anzünden – und die anderen werden diesen Film wohl nie sehen. Und selbst wenn, würden sie wahrscheinlich nichts daraus lernen. Aber das Lernen scheint ja eh eher jungen Mädchen vorbehalten zu sein, auch wenn die das eigentlich gar nicht dürfen. Die bekommen dann aber auch einen Friedensnobelpreis dafür… aber das hat ja Obama auch, und der hat sich dann nur später dabei ablichten lassen, wie er verfolgt hat, wie angeblich Osama umgebracht wurde… oder war es Osama, der sich beim Umbringen Obamas hat fotografieren lassen? Ach, egal verdient hat den Preis jedenfalls keiner von beiden – und auch der Europäischen Union sollte man ihn postwendend aberkennen, denn wie die sich derzeit in der kompletten Flüchtlingsfrage verhält, ist im höchsten Maße beschämend. (Geschrieben am 4. September 2015 – ob sich da bis zur Veröffentlichung wohl noch was dran ändert?) Statt tatsächlich mal ein vereintes Europa zu zeigen und gemeinsam die Sache anzupacken, werden heuchlerisch die Ertrunkenen beklagt und gleichzeitig die eigenen Grenzen dichtgemacht. Ganz ehrlich, ich möchte von keinem von euch Heuchlern je wieder mit erhobenem Zeigefinger auf die deutsche Vergangenheit hingewiesen werden! Denn wenn man von Deutschland verlangt, daraus zu lernen, dann solltet ihr das verdammtnochmal auch tun!

Aber zurück zu Malala

Okay, das hatte jetzt alles nur am Rande mit dem Film zu tun, aber es war eine gute Gelegenheit, das mal zu sagen. Malala, oder vielmehr Malala Yousafzai, hat ebenfalls einen Friedensnobelpreis bekommen (den sie sich mit jemandem teilt) und ich möchte mal behaupten, dass sie ihn sich weit mehr verdient hat (oder noch verdienen wird) als die oben genannten Preisträger. Der Film stellt sie vor, die noch weiter oben beschriebene Situation in ihrem Herkunftsland Afghanistan, aber auch ihre Familie. Er beginnt mit einer animierten Sequenz, von denen es noch einige geben wird, in der der Ursprung ihres Namens vorgestellt wird – und damit in gewisser Weise auch ihre Bestimmung.

Was das tolle am Film ist: Malala. Sie ist einfach ein tolles Mädchen. Intelligent, bescheiden, witzig. Sie überstrahlt einfach alles und der Film zeigt uns einen Menschen, wie man ihn einfach nur lieben kann. Allein für sie lohnt es sich, „Malala“ zu sehen, denn wenn alle Menschen so wären wie sie, dann würden wir wahrscheinlich in einer besseren Welt leben.

Fazit

Schönes Portrait eines beeindruckenden jungen Menschen, der, selbst nachdem man ihm in den Kopf geschossen hat, noch weit intelligenter ist als die, die das getan und unterstützt haben. Traurig ist, dass man erst auf ein Kind schießen musste, um einen Film so schönen Film zu bekommen. Der Film ist schon allein wegen Malala extrem sehenswert! Ab 22. Oktober 2015 im Kino.

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