Neu im Kino: V8 – Die Rache der Nitros

Die V2 war eine Waffe mit durchschlagendem Erfolg, eine Rakete, mit der man über eine weite Entfernung Englands Hauptstadt London zielgenau treffen konnte. Nun ist die Entwicklung fortgeschritten und die V8, stärker, besser, schneller, zielgenauer, steht kurz vor ihrer Fertigstellung. Kann das den Kriegsverlauf ändern…

Häh?

Okay, das wäre ein völlig anderer Film geworden – aber Christoph Maria Herbst hätte trotzdem mitspielen können. Als Hitler. Und Heiner Lauterbach als Wernher von Braun. Und seine Tochter als Tochter von Braun, die eines Abends eine geniale Entdeckung macht…

Aber wie uns die Geschichte zeigt, ist es so nie gekommen. Statt dessen wird es sich bei „V8“ um eine Fortsetzung handeln. Es geht um autorennfahrende Kinder…

Hmm…

Aaaalso, sagen wir einfach mal, der Film ist eine Art Phantasiewelt? Ein Märchen mit Autos und Technik? Eine Art „Herr der Ringe“ für Rennfahrer – oder vielleicht „Hobbit“ für Rennfahrer. Das ganze soll wahrscheinlich abgedreht sein und in einer Phantasiewelt spielen, in der man sich mit kleinen Raketen (Hey!) und Bomben Nachrichten zukommen lässt, ich glaube, das ist eine Prämisse, die wir zugrunde legen müssen, denn ansonsten würde sich der Film schnell (und zwar mit 200 km/h) der Lächerlichkeit preisgeben – und vor die Wand krachen.

DENN

Es gibt da eine Burg, in der die größten Rennfahrer der Nation ausgebildet werden (wahrscheinlich aus dem ersten Teil) und es gibt Kinder, die… und da fängt es an, schwierig zu werden… im Norden der Stadt leben, weil dort Oberbösewicht und -bürgermeister Heiner Lauterbach nicht an sie herankommt, weil… es im Norden ist? Auf einem kleinen Hügel, wo die Kiddies ihre eigene Rennstrecke haben, aber von niemandem gefunden werden. Sehen Sie, deshalb müssen wir da als eine Art Märchen herangehen, denn eine solche Grundsituation funktioniert in der Wirklichkeit nur dann, wenn man im Auenland lebt, da kann man sich noch am anderen Ende der Stadt verstecken, aber in diesem Film, der zwar von Stadt spricht, uns außer Lauterbachs Justizpalast aber keine zeigt, gibt es Autos und mit Autos ist die Welt einfach größer und da zieht das einfach nicht. Also hoffen wir, dass die Kinder (Zuschauer, nicht Darsteller) mehr Phantasie haben und diese Situation akzeptieren können, dann gefällt ihnen vielleicht auch, dass die Kinderrennfahrer auf ihre Gegner treffen, die sich als teuflische Wesen (Mädchen) entpuppen, dann wird noch ein schauerliches Geheimnis über eines der Kinder Herkunft gelüftet und am Ende gibt es dann

Frankensteins Kinderrennen

oder halt eine Kinderversion von

Death Race 2015

(minus the Death) in dem die Kinder um ihr Leben… um ihre Ehre… um irgendwas, das man auch anders hätte klären können, um die Wette fahren und dann am Schluss die wahre Bedeutung von Freundschaft erfahren und mit der Drohung auf eine Fortsetzung in den leicht beleidigenden (ja, dicke Leute sind immer am Fressen und das ist total witzig) Nachspann übergehen.

V9 – Die Rache des Fazits

Wenn Kinder den ersten Teil mochten… haben sie hieran auch ihre Freude? Sagen wir einfach mal: Vielleicht. Warum nicht? Wer aber hofft, eine spannende Geschichte über die Weiterentwicklung der V2 zu sehen, der dürfte hier genauso enttäuscht werden, wie derjenige, der an „Leichen pflastern seinen Weg“ herangeht in der Hoffnung auf einen Film, in dem sich ein Mann von Zombies seine Einfahrt planieren lässt. Ab 29. Oktober 2015 im Kino.

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