Neu im Kino: The Gift

Mann zieht mit Frau zurück in Heimatstadt, wo ihm ein alter „Schulfreund“ über den Weg läuft. Der drängt sich ein bisschen auf – denn er ist merkwürdig…

Die Hoffnung stirbt

Ich verbaue Ihnen direkt die eine Möglichkeit, die mich durch den Film gebracht hat, nämlich dass nicht alles so ist, wie man es sich denkt; dass der merkwürdige Typ vielleicht ein gutes Herz hat und die Nachbarn, deren Kind man zwar schreien hört, aber niemals sieht, die Bösen sind und er die junge Frau nur vor ihnen schützen will. Nein, meine Lieben, es gibt hier keine Überraschungen, alles entwickelt sich exakt so, wie man es sich vorstellt, es kommt immer so, wie man meint – ein Spiel, gar eine Umkehrung der Klischees findet nicht statt. Schade, Joel Edgerton, um dein Buch- und Regie-Dings, möglicherweise dein Debüt in beiden Kategorien, aber da wäre weit mehr drin gewesen und du hast nix draus gemacht. Klar, du wirkst in deiner Merkwürden-Rolle ein wenig wie ein junger Andrew Robinson (siehe „Dirty Harry“), aber an den reichst du leider kein bisschen heran.

Batehole

Neben Autor und Regisseur als dem schwierigen Typen, der scheinbar gerne anderen Leuten auflauert, darf Jason Bateman einmal mehr das geben, was er am besten kann: ein Arschloch sein! Und wer glaubt, das wäre eine überraschende Wendung, nein, Leute, das ist Jason Bateman, das ist Programm! Mit einem anderen, wirklich sympathischen Schauspieler hätte man da vielleicht was machen können, wenn Bateman und Edgerton vielleicht die Rollen getauscht hätten, aber so denkt man nur das, was man immer bei Bateman denkt, und das ist: Warum guck ich mir überhaupt Filme mit ihm an? Nun, Rebecca Hall könnte hier die Antwort sein, denn die ist gut – aber die Gelegenheit, den unheimlichen Typen aus der Vergangenheit sie beim Duschen beobachten zu lassen und uns das zu zeigen, etwas, das den Film wirklich aufgewertet hätte, wird gnadenlos verschenkt. Schaa-dee!

Fazit

Nachdem es vor ein paar Jahren ein „The Gift“ mit Cate Blanchet gegeben hat, gibt es nun wieder eins – also nicht verwechseln, weil… was weiß ich? Wieder einer der Filme für Leute, die Überraschungen im Kino lieber vermeiden möchten und immer genau wissen, was passieren wird. Insofern wenig spannend, und, wegen der vielen interessanten Wege, die man stattdessen hätte beschreiten können, eigentlich eher ärgerlich. Ab 26.11.2015 im Kino.

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