Neu im Kino: Der kleine Prinz

Mädchen soll für neue, große, teure, noble Schule lernen, doch stattdessen trifft sie den verschrobenen Nachbarn, der dafür sorgt, dass sie in eine interessante Abenteuerwelt abtaucht und statt für die Schule etwas fürs Leben lernt…

Kinderbuch wird Kinderfilm

Wer hat es nicht als Kind gelesen, das Buch vom kleinen Prinz? Nun, äh, ich, denk ich. Für die Beurteilung dieses Films mag das Segen wie Fluch gleichermaßen sein, denn es fehlen natürlich die Anhaltspunkte, an denen man beides miteinander vergleicht… ein kleiner Blick ins Internet zeigt einem aber schnell, dass man hier zu einer Rahmenhandlung eine Rahmenhandlung dazuerfunden hat, wahrscheinlich, damit man sich irgendwie von den anderen abhebt und „was neues“ macht, ob das gut ist überlasse ich aber gerne den Puristen (die so was eigentlich selten gut finden).

Sagen wir es mal so, der Film ist kompetent animiert und zeigt die unterschiedlichen Welten durch unterschiedliche Animationsstile. Das ist sehr nett. Was man bei einem solchen Film aber erwarten würde, und es kann gut sein, dass ich da jetzt etwas zu hoch greife, wäre, verzaubert zu werden. Man sollte in eine zauberhafte Welt eintauchen und sich am besten wie ein Kind fühlen. All das schafft der Film irgendwie nicht. Er ist, wie gesagt, nett anzusehen, aber diese eine Stufe fehlt irgendwie – und da wäre es ja durchaus möglich, dass die in der Vorlage auch schon fehlt.

Mit den Stimmen von

Til Schweiger und Matthias Schweighöfer wird geworben (oder gedroht), aber zum Glück gibt es auch jede Menge Synchronprofis, die die Auftritte der beiden nicht so ins Gewicht fallen lassen. Da ist zum Beispiel Joachim Tennstedt, der den Nachbar spricht – im Original Jeff Bridges, dem Tennstedt schon oft seine Stimme geliehen hat. Der macht seine Arbeit gewohnt gut, ebenso wie Lutz Riedel (u.a. Timmy Dalton), Lutz Mackensy (u.a. Al Pacino, Stanley Tucci, Christopher Lloyd) und Thorsten Michaelis (u.a. Sean Bean, der hier aber für seinen Benicio del Toro spricht), aber für die wird leider – und ungerechtfertigterweise – nicht geworben. Namen ziehen eben immer noch mehr als Können.

Das kleine Fazit

Gut animiert, aber leider nicht so verzaubernd, wie es vielleicht sein könnte, aber nicht sein muss. Ab 10. Dezember 2015 im Kino.

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