Neu im Kino: Die 5. Welle

Die Außerirdischen fallen über die Erde her. Ein junges Mädchen gehört zu den wenigen Überlebenden, doch sie wird von ihrem kleinen Bruder getrennt. Sie macht sich auf den Weg zu dem Ort, an dem sie ihn vermutet, aber das ist gar nicht so einfach…

Cocktail

Es beginnt wie eine Mischung aus „Independance Day“ und „2012“, dann komm eine Prise „Das Ding aus einer anderen Welt“ dazu und am Ende wandelt es irgendwo zwischen „The Walking Dead“ und wahlweise „Twilight“ und „Divergent“. Es fängt sogar eigentlich ganz vielversprechend an und ist am Ende auch nicht ganz so doof, wie man sich zwischenzeitlich denkt, denn wenn Figuren sagen „Moment, irgendwas stimmt hier nicht!“, dann ist das doch eher ein gutes Zeichen – denn das Gefühl hatte man schon die ganze Zeit und man fragt sich, warum sich die Figuren das nicht fragen.

Der Plan der Invasion ist dann auch für die ersten drei Wellen ganz gut durchdacht, danach verließen sie sie aber, wie es so schön heißt, und statt die Invasion sinnvoll zu einem tödlichen Ende für die Menschheit zu bringen, gehen die blöden Aliens einen Weg, der es den Menschen (wie zu befürchten ist, in Teil 2 oder eher 3) ermöglichen wird, sie zu besiegen. Also, liebe Aliens, Tipp für die Zukunft: Wenn ihr schon die Bevölkerung auf halbwegs sinnvolle Weise dezimiert habt, dann setzt a) eure blöden Drohnen ein (machen die Amerikaner auch, und es läuft super… außer wo es wirklich mal drauf ankäme, wie gegen den IS) und b) wiegt die verbleibenden Menschen in Sicherheit, wenn ihr eh so aussehen könnt wie sie, wiegt sie in Sicherheit, gebt ihnen einen Schutzraum, gaukelt ihnen was vor – und legt sie dann alle ganz einfach und gelassen um, wenn ihr sie zusammen auf einem Haufen habt. Denn der Plan, den ihr hier verfolgt, ist schwachsinnig und zum Scheitern verurteilt!

Aliens gegen den Rest der Welt

Na, das wär doch mal n schöner Titel für einen neuen Teil aus der „Alien“-Reihe. Obwohl, gibt’s vielleicht schon, in den 80ern in Italien gedreht. Wer weiß? Wie dem auch sei, nachdem der Film eigentlich erstmal ganz gut angefangen hat, lässt man im Laufe der Handlung mehr und mehr die Hoffnung schwinden und als dann als der große Heilsbringer gegen die Außerirdischen „die Liebe“ genannt wird, tja, da isses dann eigentlich schon zu spät.

Die Hauptrolle, die neue Katness der Außerirdischen, wird von Hitgirl Chloe Grace Moretz gespielt – und da ist gespielt leider das richtige Wort. Vielleicht verkläre ich die junge Dame ja ein bisschen, aber ich habe das Gefühl, in jüngeren Jahren war sie besser, weil irgendwie natürlicher. Hier SPIELT sie nun und das ist genauso wie ein Spezialeffekt – wenn man ihn als solchen erkennt, ist er einfach nicht gut. Ron Livingston ist leider zu wenig im Film, dafür hat man ein bisschen Freude, Liev Schreiber wiederzusehen – dessen Part aber auch größer hätte sein können. Die arg überschminkte Maria Bello sorgt für einen der wenigen – neben der Nacktbadeszene vom Vampir-mit-Herz-Ersatz im hiesigen Tümpel – Lacher, oder vielmehr Teile ihrer Schminke tun es.

Das 5. Fazit

Wohl wieder die Art Science Fiction, die man heutzutage für „junge Erwachsene“ (Kinder im pubertierenden Alter) macht, bei der sich aus einem zunächst halbwegs durchdachten Konzept dann die Wende zum „Jugendliche erkämpfen sich ihre Zukunft“-Klischee der letzten Jahre vollzieht. Ab 14. Januar 2016 findet die Invasion statt – in einem Kino ganz in Ihrer Nähe.

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