Neu im Kino: Wie Brüder im Wind

Die Geschichte eines Adlers, der von seinem Bruder aus seinem Nest gestoßen wird und den ein Junge in den Bergen, der selbst eine traurige Geschichte hat, wieder hochpeppelt…

Naturschauspiel

Treffender kann man es kaum sagen. Die Natur spielt eigentlich die Hauptrolle in diesem Film. Die Geschichte des Jungen ist zwar da und am Ende helfen sich Adler und Junge auch irgendwie zu einem besseren Leben, aber eigentlich ist das eher eine Art Naturfilm mit Rahmenhandlung. Und was man in Sachen Natur und in Sachen Adler zu sehen bekommt, ist mehr als beeindruckend. Spektakuläre Aufnahmen von einem Adler, der sich mit Tieren anlegt, die eigentlich weit über seiner Gewichtsklasse liegen. Hübsche Aufnahmen von verschiedenen Tieren, mal putzig, mal bedrohlich. Und Landschaftsaufnahmen, die einem die Schönheit der Berge und der Natur in den wundervollsten Farben präsentieren. Rein optisch ist der Film ein echter Genuss – und vom tierischen Standpunkt überraschend und beeindruckend.

Die einzige Frage, die aufkommt, ist, ob das denn wirklich ein Kinderfilm ist. Wieviel Freude haben die an schönen Landschaftsaufnahmen? Bei der Pressevorführung waren die Kinder nicht komplett gefesselt (also vom Film), also spielt vielleicht das Alter eine gewisse Rolle. Für ein zu junges Publikum mag er deshalb nicht unbedingt geeignet sein. Und für ein zu altes ist die Geschichte dann wieder zu kindgerecht. Es ist ein Balanceakt, der nicht ganz gelingt, denn man fragt sich, für wen der Film eigentlich gedacht ist und ob nicht vielleicht das Konzept nicht ganz stimmt. Möglicherweise wäre es besser gewesen, die Rahmenhandlung zu entfernen und einfach einen Jungen in den Bergen zu zeigen, der einen Adler zum Fliegen bringt – als Pseudodoku mit schlicht atemberaubenden Aufnahmen.

Was man sich die ganze Zeit fragt, ist: Wie haben die das nur gemacht? Selten habe ich mir so sehr ein Making of zu einem Film gewünscht!

Erzählt wird das ganze von Jean Reno und seiner deutschen Stimme Joachim Kerzel, die ihre Sache einmal mehr sehr gut machen.

Wie ein Fazit im Wind

Tolle Bilder, beeindruckende Tieraufnahmen, wunderbare Landschaft – sehr sehenswert, aber wahrscheinlich erst ab einem bestimmen Alter. Ab 28. Januar 2016 im Kino.

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