Neu im Kino: Feuer bewahren – Nicht Asche anbeten

Ein Dokumentarfilm von Annette von Wangenheim – über einen Ballettchoreographen. Wir erleben, wie er lebt und was er tut, wie er denkt, worüber er nachdenkt und welche Rolle nicht nur er für das Ballett spielt, sondern auch, welche Rolle es in seinem Leben einnimmt.

Das ist auch für Menschen, die mit Ballett nichts anfangen können durchaus interessant. Eins kann der Film jedoch nicht: Einem solchen Menschen das Ballett, welches unsere Hauptfigur Martin Schläpfer als eine Art „handlungslosen Tanz“ bezeichnet, zu eröffnen. Wenn man keinen Zugang zu dieser Art der eher abstrakten Kunst hat, dann wird man sie durch diesen Film auch nicht erlangen – aber das muss er auch gar nicht leisten. Denn was er uns nahe bringt, ist, neben der Welt (oder eher den Welten) Schläpfers, welche Arbeit im Ballett steckt, vor allem, welche körperliche Arbeit.

Wir erleben das Ballett auf der großen Leinwand, in Bild und Ton. Und auch wenn das Medium Film durch bewegte Bilder lebt, so hat der Photograph, der im Film zu Worte kommt, trotzdem ein wenig unrecht. Er sagt – und die meisten würden ihm da sicher zustimmen – dass man Ballett in Bewegung sehen muss. Und doch sind seine Standbilder, die an dieser Stelle gezeigt werden, so faszinierend, wie sie die ineinander verschlungenen Körper zeigen, dass diese Kunstform durch ihre starre Darstellung noch etwas dazu gewinnt und man sich mehr dieser Bilder über den Film verteilt wünscht.

Fazit bewahren

Interessanter Film über einen Schöpfer des Balletts, in dem man ein paar faszinierende Einblicke in eine Sparte der Kunst bekommt, mit der man sich möglicherweise bisher nie auseinandergesetzt hat. Ab 11. Februar 2016 im Kino.

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