Neu im Kino: Deadpool

Super-Antiheld wird geschaffen und kämpft gegen die böseren, um sein Gesicht und später auch seine Freundin wiederzubekommen…

Comics sind nur was für Kinder!

Wer das glaubt, den straft dieser Film Lügen. Denn das hier ist ein Comic für Erwachsene. Oder Comicverfilmung, in dem Falle. Hart, brutal, blutig. Auch wenn er offensichtlich im X-Men-Universum spielt, so geht ihm die wohlbehütete Weichspülerart vieler Comicverfilmungen ab. Hier geht es zur Sache, schnell und mit jeder Menge Action. Da fliegt nicht nur der „Held“, sondern auch Köppe durch die Gegend. Kein Familienfilm!

Aber „Deadpool“ ist nicht nur ein kompromissloser Comicfilm, er ist gleichzeitig Kommentar… und Kommentar im Kommentar! Der Zuschauer wird direkt angesprochen und das eigene Genre amüsant und amüsiert kommentiert. Und wenn der Zuschauer gerade denkt, Moment, warum sind denn da nur zwei X-Men dabei, hatten die Produzenten kein Geld für mehr – dann merken wir, dass wir nicht die einzigen sind, die das denken. Eine herrliche Metabrechung. Immer schön, wenn ein Film gleichzeitig auch Metafilm ist und sich dadurch von seinem Genre ein wenig abhebt. Und all das macht eine Menge Spaß… wenn man die Nerven dafür hat.

Los geht es sogar mit einem Fake-Vorspann, der nicht nur ein interessantes dreidimensionales Standbild aus einer Kampfszene ist, er ist ebenfalls wieder Metakommentar auf das Genre und ebenfalls einfach nur witzig!

Antikheld und Antiheld

Deadpool ist kein Superman, weder Figur noch Film. Es geht in jeder Hinsicht schmutzig zu – und auch unter die Gürtellinie. Die Zeit des sauberen Superhelden, der niemanden umbringt und dessen roter Umhang nie schmutzig wird, ist hier vorbei. Deadpool ist verrückt, war nie ein Guter und wollte auch nie einer sein. Wir erleben seine Herkunftsgeschichte, aber nur in Rückblenden, da wir, wie es sich gehört, gleich mit einer Actionszene in die Handlung einsteigen. Teils mutet seine Entstehung ein wenig wie die bei „V wie Vendetta“ an, doch die Figur hier klopft weit mehr Sprüche als der veritable Verteidiger verlorener Werte.

Mit

Ryan „No Sequel to Green Lantern“ Reynolds, Morena „After the End of Firefly went to Stargate… like so many others“ Baccarin, Ed „quit job at Game of Thrones for Transporter Reboot“ Skrein, ein silberner Russe, Sinead O’Connor-Doubel und natürlich Stan Lee

Deadzit

Hart, kompromisslos, meta, witzig. Comicantiheld, der einfach nicht die Klappe hält und öfter auf die Fresse fällt. Nicht weichgespült, eher hart im Nehmen. Ab 11. Februar 2016 im Kino.

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