Neu im Kino: London Has Fallen

Als hätte die Welt nicht schon genug Anlass, Amerika zu hassen… nun kommt dieser Film und zeigt ihr, dass sie damit absolut recht hat. Denn das, was die Amerikaner tun, ist absolut in Ordnung und wenn da dann eben auch mal Unschuldige bei draufgehen ist das doch scheißegal, denn das sind ja nur so blöde Kamelficker (es beleidigt fast, dass der Begriff im Film nicht auftaucht) und das ist dann halt deren Problem, denn, wie uns die Botschaft am Ende sagt, „es ist besser das Falsche zu tun als gar nichts“. Oder so ähnlich. Wahrscheinlich eher so ähnlich. Also einfach mal draufhauen auf die blöden Araber und dann überrascht sein, wenn die plötzlich zurückschlagen.

Die schönste Entschuldigung für Terrorismus, die sich Fanatiker wünschen können!

Nachdem die Amerikaner also gezeigt haben, dass sie ihre Friedensliebe noch immer mit Gewalt ausdrücken – mixed massages, wie man so schön sagt – zeigen dann die Leute von der Terrorfront mal, dass sie auch nicht ohne sind und dass sie in den letzten Jahren ganz London infiltriert haben (sehr glaubwürdig und realistisch!), wo sie nun zuschlagen und alle wichtigen – und das deutsche – Staatsoberhäupter der Welt umbringen, nur beim Präsi der Amis schaffen sie’s nicht, weil die halt eben besser sind als alle anderen und da müssen diese Kameltreiber eben früher aufstehen, wenn sie einen Typen, der eigentlich Engländer – oder Spartaner? – ist in die Knie zwingen wollen. Also zieht der Butler namens Gerard, der irgendwie so aussieht, als wäre das Tier aus der „Muppet Show“ menschlich geworden – und auch eine Rolle spielt, die dazu passt – nun durch die verwüstete Metropole Englands und killt jeden, der nicht bei drei auf den nicht mehr vorhandenen Bäumen ist. Da kommt Freude auf, denn mehr Handlung als das gibt es nicht. Aber es gibt Geschmack. Beigeschmack, um genau zu sein, und zwar fiesen. Denn dieser Film ist die beste Rechtfertigung für Terrorismus seit… eigentlich überhaupt. Und wer nach Ansicht des Machwerks noch fragt, wie es zum 11. September kommen konnte… tja, dem ist eh nicht mehr zu helfen.

Brutale Scheiße

Der Humor wurde bei diesem Film genauso brutal gekillt wie Doppelbödigkeit oder ein ausgewogenes Bild. Die Amerikaner sind die Besten und wenn sie zuschlagen, dann ist das gerechtfertigt und wenn euch das nicht passt, dann sterbt doch. Gerade in Zeiten von Pegida und Flüchtlingsdiskussionen werden sich hier bestimmt genau diejenigen angesprochen fühlen und bestätigt sehen, die eigentlich mal besser ihre dumme Klappe halten und nachschlagen sollten, was der Begriff „nachdenken, bevor man den Mund aufmacht“ bedeutet. Und dann doch besser die Klappe halten. Sicher, den ganzen Firlefanz muss man nicht ernst nehmen, weil es dumme, wirklich DUMME Action ist, aber wenn man es müsste, wäre „widerlich“ das Wort der Wahl.

London Has Fazit

Dumm, dumm, bumm, bumm. Freuen wir uns also auf die anstehenden aber nicht auszustehenden „Paris Has Fallen“, „Berlin Has Fallen“ und den direct-to-DVD-Film „Castrop-Rauxel Has Fallen“ mit Steven Seagal… bei denen man wahrscheinlich nur bei dem letzten ein wenig Spaß haben würde. Wer ihn sich jetzt schon austreiben lassen – und sich fragen möchte, warum gute Schauspieler wie Aaron Eckhart und Morgan Freeman sich für so einen Murx verkaufen – der kann das ab 10. März 2016 im Kino tun… und das werden bestimmt auch genug machen, so dass es wohl kaum zu einem „Kino Has Fallen“ kommen wird. Leider!

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