Neu im Kino: Mängelexemplar

Da ist der Titel Programm. Leider.

Nervig! Anstrengend!

Wahrscheinlich soll das so sein, wegen Depression und so, wichtiges Thema, auch für Frauen irgendwie, aber Mann stellt sich dann zwischenzeitlich doch die Frage, ob die Hauptfigur unbedingt irgendwie nicht so richtig sympathisch sein muss, oder ob das nicht auch gegangen wäre, wenn man sie vielleicht gemocht und dadurch mit ihr mitgefühlt hätte? Hin und wieder scheint man Sarah Kuttner, die Autorin, nach deren Roman dieser Film entstand, durch die Figur durch zu hören und vielleicht wäre es der Sache zuträglich gewesen, wenn sie sie selbst gespielt hätte, wie gesagt, Sympathie hätte da durchaus hilfreich sein können. So strengt sie an und nervt und ich würde nicht so weit gehen, dass man ihr direkt den Tod wünscht… aber in einer Traumsequenz sagt ihr Vater etwas in Richtung:

Das kleinste Problem, das die Leute in Afrika haben, ist weit größer als deins!“

Und das fasst den Film, die Handlung und überhaupt das ganze Gesumse eigentlich ganz gut zusammen, denn das hier ist, wie er auch sagt, ein „Luxusproblem“ – und dafür ist der Film dann weder originell, noch witzig, noch interessant genug. Aber vielleicht sehen Frauen das ja total anders, weil sie sich hier total gut wiedergegeben finden und so ist das Leben und was versteh ich als Mann denn schon davon? Vielleicht aber auch nicht.

Jedenfalls ist die Hauptfigur ein wenig deprimäßig drauf und das beginnt mit einer Vorschau, wo sie ihr inneres Kind oder wasauchimmer in den Kanal wirft – und da haben wir einen der Knackpunkte. Denn sie macht einen großen Wirbel darum, bevor die Rückblende einsetzt und wäre man jetzt den Weg gegangen, dieses Kind als solches, manifestiertes, schön herauszuarbeiten, zu visualisieren, personifizieren und einer wesentlichen Figur der Handlung zu machen, dann hätte all das auch eine Bedeutung. Da man das aber auslässt, verpufft die Grundidee und alles was wir sehen sind Frauen, die nicht wissen, was sie wollen (also Frauen), von denen es nur ein paar auf ihre psychischen Probleme schieben können. Und wenn man über einen Film sagen kann

Nervig, aber das nervigste am Film war nicht Katja Riemann!

dann können Sie sich vielleicht selbst ein Bild davon machen, in welche Richtung das hier geht. Ab 12. Mai 2016 im Kino.

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