Neu im Kino: Der junge Messias

Das Prequel zu „Auferstanden“: Jesus in jungen Jahren… tja, mehr kann man da eigentlich gar nicht zu sagen. Die Abenteuer des jungen Jesus Christus… okay, viel Abenteuer gibt’s da nicht. Er zieht halt durchs Land, Herodes schickt ihm die Römer hinterher, um ihn umzubringen, aber ob die das schaffen werden? Nun, wir wissen, wie Jesus Geschichte ausgeht, also so richtig spannend is dat nu nich.

Wenn es wenigstens ne Doku wäre!

Ja, das wär doch was. Dieses Thema als Doku mit Originalaufnahmen… da hätte jemand eine Menge über die Existenz von Zeitmaschinen zu erklären. Wär aber ungleich spannender als das hier. Und wer die Geschichte nachlesen möchte, kann in der Bibel…

Moment! Nein! Das ist was… ein Roman? Jemand hat sich die Abenteuer von young Jesus nur ausgedacht? Wie bescheuert ist das denn, liebe Anne Rice, und warum kommen dann nichtmal Vampire drin vor?

Jesus and the Vampires

Das wär n Film gewesen. Gut, wohl kein guter, aber immerhin. Aber wieso bitte braucht man unbedingt einen Roman, um die Geschichte des kleinen Gottessohnes zu erzählen? Steht das nicht in der Bibel? Oh, kleiner Spoiler, Gott ist mal wieder der abwesende Vater, der sich nicht um seinen Bengel kümmert und ihn bei der Mutter und deren Typen gelassen hat. Dann entwickelt sich alles ein wenig wie „Man of Steel“, wo der kleine Supermann seine Superkräfte lieber nicht einsetzen soll, damit niemand auf ihn aufmerksam wird. Aber da gibt es einen römischen Offizier… und wenn Frau Rice eine gute Autorin wäre, dann wäre das ein junger Pontius Pilatus gewesen, so dass sich seine und die Wege Jesu immer wieder kreuzen. Und man hätte einen Gegenspieler, den man durch die Jahre weiter aufbauen könnte – denn, machen wir uns nichts vor, wenn das nur n blöder Roman ist, kann man sich auch solche Freiheiten erlauben. Aber is nix damit und so zieht Jesulein durchs Land und sich der Film auch ein bisschen. Obwohl der Kleine nicht weiß, wer sein richtiger Vater ist… selten hätte sich eine Stelle der Offenbarung zwischen Gott und Jesus so angeboten, in der der Schöpfer sagt:

Jesus… ich bin dein Vater!“

Doch erwartungsgemäß wartet man vergebens, so wie auf die Wiederkehr, und außerdem trägt Jesus keinen Bart. Gut, er ist erst sieben Jahre alt, aber trotzdem, dann hätte man immer direkt gewusst, wer er ist. Oh, und ein mieser Teufel (mit blond gefärbten Haaren, klar) ist auch dabei, und das mies bezieht sich eher auf sein Spiel als auf das, was er tut. Die einzig bekannten Schauspieler sind übrigens Sean Bean (Torsten Michaelis) und David Bradley (F.O. Schenk) aus „Game of Thrones“… für mehr war bei dieser pseudo-christlichen Propaganda wohl kein Geld da.

Das junge Fazit

Weder Doku noch auf der Bibel, sondern dem Roman einer Vampirfantasy-Autorin basierend und irgendwie weder besonders spannend noch erhellend. Also vielleicht genau das Richtige für Hardcorechristen oder die es werden wollen? Ab 12.5.2016 im Kino.

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