Neu auf DVD: The Danish Girl

danish_girl_2d_xp_dvdKünstlerehepaar in Dänemark. Es fängt mit ein bisschen Posieren als Ersatz für jemand anderen für ein Gemälde der Ehefrau an, doch nach und nach beginnt der Ehemann nicht nur Frauenkleider zu tragen, sondern auch mehr und mehr zu einer Frau zu werden…

Das dänische Mädchen

Irgendwie beginnt alles ganz harmlos – und irgendwie ist bei ihm anfangs nichtmal der Drang, eine Frau zu sein, vorhanden. Doch all das verändert sich, führt gleichermaßen zu Besuchen bei Ärzten wie künstlerischem Erfolg als Modell für die eigene Frau. Was am Anfang eigentlich keinerlei Grundlage hatte, wandelt sich zu dem Weg eines Mannes, der eine Frau sein will… konsequent.

Da haben wir vielleicht den einzigen Knackpunkt. Der Film ist sehr stimmig und auch gut gespielt, das Ambiente der Zeit, in der er spielt ist gut getroffen, aber irgendwie scheint der Wunsch, plötzlich eine Frau zu sein, ein wenig zu sehr aus dem Nichts zu kommen bzw. aus dem Spiel mit den Kleidern heraus entstanden zu sein, das sich dann quasi verselbständigt. Ob das als Grund dafür ausreicht, dass man letztendlich „merkt“, dass man im falschen Körper gefangen ist, obwohl es vorher keinerlei Anzeichen dafür gab, sei also dahingestellt. Wir erleben, wie, in einer Zeit, in der das Wort „Transsexuell“ garantiert noch nicht erfunden war (und „Transvestit“ möglicherweise auch nicht) ein Mann als Frau in die Gesellschaft Kopenhagens eintritt und wie diese Gesellschaft teilweise auf ihn reagiert.

Doppelter Oscar

Die Hauptdarsteller des Films waren nicht nur für diesen Film beide für den Oscar nominiert, sie sind auch beide Besitzer der goldenen Statue. Eddie Redmayne bekam seine – zu recht – für seine Darstellung des Stephen Hawking in „Die Entdeckung der Unendlichkeit“. Nachdem dann aber „Jupiter’s Ass Ending“ („Jupiter Ascending“?) herauskam, wurden Stimmen laut, ihm für das, was er sich dort zusammenspielt, den Oscar wieder abzuerkennen – aber, wenn man konsequent ist, müsste man das bei Reese Witherspoon für ihre grauenvolle Darstellung in „Natürlich blond“ ebenfalls tun! Und hat Jeremy „Dungeons and Dragons“ Irons eigentlich einen? Alicia Vikander, die Filmehefrau und Malerin, erhielt ihre Statue für ihre Rolle in diesem Film – obwohl sie ihn, ehrlich gestanden, für „Ex Machina“ weit mehr verdient hätte.

Bonus

Making of, in dem man ein wenig über die wahren Hintergründe des Films erfährt.

Mit

Alicia Vikander (Yvonne Greitzke), Eddie Redmayne (Timmo Niesner), Matthias Schoenarts (Stefan Günther), Ben Whishaw (Tobias Nath), Amber Heard (Anne Helm), Sebastian Koch (dto.)

The Fazit Girl

Offenbar nach wahren Begebenheiten zeigt uns der Film einen Mann, der feststellt, dass er lieber eine Frau wäre und seine Versuche, dieses Ziel zu erreichen, auch wenn die Motivation für diesen Weg ein wenig aus dem Nichts zu kommen scheint. Ab 19. Mai 2016 von Universal Pictures auf DVD und Blu-ray.

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