Neu im Kino: The Whispering Star

Kunstfilm aus Japan!

Ganz ehrlich, wollen wir es nicht dabei belassen? Man muss einen Zugang zu Kunstfilmen haben, zu Filmen, bei denen die Handlung keine große Rolle spielt, schon deshalb, weil es nur wenig davon gibt. Man muss das mögen, wenn der Film eher aus Bildern besteht und zum Teil, sehr, sehr redundant ist. Wenn man an so etwas seine Freude hat, wenn man nicht darauf besteht, dass etwas passiert, dann wird man an diesem Film wahrscheinlich seine (oder ihre) helle Freude haben. Ansonsten… vielleicht weniger.

Eine Androidin bringt Pakete durch das Universum. Sie ist lang unterwegs und hin und wieder begegnet sie den Menschen, denen sie ihr Paket bringt…

Und das klingt in diesen zwei Sätzen soviel spannender, als sich der Film dann gestaltet. Im Presseheft ist davon zu lesen, dass das alles in einer fernen Zukunft spielt und der Mensch zu einer gefährdeten Art geworden ist, aber für die wenige Handlung des Film spielt das, seien wir ehrlich, eigentlich keine Rolle.

So betrachten wir das Robotermädchen bei ihren täglichen Verrichtungen in einem Raumschiff, das nicht wie eins aussieht und zwischenzeitlich hat man fast den Verdacht, man hat diese ganze Science Fiction Rahmanhandlung nur dazuerfunden, um eine Frau ungestraft beim Putzen zeigen zu können. Was in der Realität langweilig wirken würde… verliert seine Reizlosigkeit nicht durch den Anstrich einer fernen Zukunft. Aber man hofft, dass es irgendwohin führen würde, die Redundanz, die Präsentation eintönigen Lebens und eintöniger Tätigkeit… doch nicht immer wird die Hoffnung erfüllt.

Wie gesagt, für Freunde visueller Filme wird das alles sehr ästhetisch angerichtet, zu den interessanteren Bildern zählen aber die, die nicht innerhalb von Raumschiff Pagode aufgenommen wurden, sondern in Fokushima. Man sieht, was die Katastrophe vor wenigen Jahren angerichtet hat und was wahrscheinlich noch heute nicht behoben wurde. Und der Purist, der Filme mit Handlung mag, wünscht sich, dass man die Geschichte dort angesiedelt hätte, vielleicht auch in einer nicht allzufernen Zukunft, aber ohne das Innenleben des Raumschiffs, sondern lediglich in der von Mensch und Natur zerstörten Landschaft. Diese Außenwelt versehen mit einer interessanten Geschichte – da hätte man etwas schaffen können, das auch für Leute ansprechend wäre, die mit Kunstfilmen wenig anfangen können. Ab dem 26. Mai 2016 kann man sich im Kino ein Bild davon machen.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Filme veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s