Neu im Kino: Money Monster

Moderator einer Börsensendung wird live von Mann mit Pistole und Sprengstoff gefangen genommen, der wissen will, warum er all sein Geld verloren hat. Live im Fernsehen entwickelt sich die Geschichte weiter…

Traurige Wahrheit

Die Grundlage für die fiktionale Geschichte dürfte in der traurigen Wahrheit zu finden sein, dass Börsenspekulanten seit Ewigkeiten Aktienkäufer über den Tisch ziehen – und, ganz ehrlich, wurde eigentlich irgendjemand für den Finanzcrash vor ein paar Jahren zur Rechenschaft gezogen? Wohl eher nicht. Was diesen Film ein bisschen in den Bereich eines Märchens rückt, denn da dies Film ist und fiktional, hat man zumindest die Hoffnung darauf, eine Antwort zu bekommen – und dass die Schuldigen ihre gerechte Strafe erhalten. Aber das war wohl schon immer nur im Film so…

Medien-Börsen-Geisel-Krimi

Das alles ist drin – und das macht der Film eigentlich ganz gut. Er ist spannend, hat aber auch Humor an den richtigen Stellen. Und während sich der Moderator vor der Kamera mit dem Geiselnehmer herumärgern muss, läuft hinter den Kulissen die Aufklärung des Falles. Und es gibt die eine oder andere Überraschung, was die ganze Sache immer unterhaltsam hält. Viele Ebenen, schön verwoben – einzig das Ende kommt ein bisschen zu knapp daher, zeigt es doch irgendwie, dass wir alle nichts aus dieser Sache gelernt haben.

Der Grund, warum der Film aber recht gut funktioniert, ist die Besetzung. George Clooney ist einfach eine schillernde Persönlichkeit, die Charme versprüht, wo sie auch geht und steht – und damit ist er als Börsenmoderator und Geldscheffler perfekt besetzt. Als sein Gegner geht Jack O’Connell an den Start, der Clooney in nichts nachsteht und dessen Präsenz mehr als gewachsen ist. Respekt. Und auch Julia Roberts als die Frau im Regieraum macht das sehr gut – ja, irgendwie erinnert das alles ein bisschen an eine Variante von „The Newsroom“ aus dem bösen Paralleluniversum. Und wo wir schon mal bei Fernsehserien sind, mit Dominic West und Chris Bauer haben wir gleich zwei Schauspieler aus „The Wire“ mit dabei – schade, dass sie sich nicht treffen.

Mit

George Clooney, Julia Roberts, Jack O’Connell, Dominic West, Caitriona Balfe, Chris Bauer, Giancarlo Esposito – Regie: Jodie Foster

Money Fazit

Unterhaltsam, ein Schuss Humor, ein bisschen Spannung und eine sehr gute Besetzung lassen über das nicht völlig befriedigende Ende hinwegsehen. Ab 26. Mai 2016 im Kino.

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