Neu im Kino: High-Rise

Als ein neuer Mieter in ein High-Tech-Gebäude einzieht, verändern sich die gesellschaftlichen Strukturen des Hauses hin zu dem Chaos, mit dem der Film eröffnet…

Snowpiercer“ in einem Hochhaus

Mehr oder weniger. Und ich mochte „Snowpiercer“ nicht. Und ich werfe diesem Film das gleiche vor, was ich auch ersterem vorwerfe: Wenn ihr eure Gesellschaftsstrukturen nicht richtig durchdenkt, dann lasst es doch einfach! So ist auch hier die Grundidee irgendwie nett und…

Nein, fangen wir beim Anfang an. Der Film startet ausgesprochen interessant und begibt sich dann zeitlich zurück, um uns zu veranschaulichen, wie es dazu gekommen ist. Das Problem ist: Man erwartet/erhofft sich nun eine interessante Geschichte… doch die bleibt aus. Alles, was so verheißungsvoll begonnen hat, wird irgendwann irgendwie banal. Und nich so dolle. Eine Enttäuschung, um es mal so zu nennen.

Hauptproblem? Warum zum Henker verlassen die Personen das Gebäude? Warum gibt es eine Außenwelt, einen Arbeitsplatz, den wir auch zu sehen bekommen? Wenn so etwas funktionieren soll, dann muss das Haus die einzige (sichtbare) Welt sein. Man kann vielleicht Gerüchte über die Außenwelt hören, aber sie muss immer außen vor bleiben. Denn sonst stellt man sich die Fragen, die sich die Filmemacher hier nicht gestellt haben und die der Film auch nicht beantwortet. Wäre alles auf das Haus selbst beschränkt… würde daraus noch kein guter Film, aber alles würde weit mehr Sinn ergeben – und etwas weniger enttäuschend sein.

Oh, und wenn man schon Lieder von ABBA zweimal sehr schön und effektiv einsetzt, dann sollte doch bitte ALLE Musik im Film von ABBA sein! Dafür ist alles irgendwie in sehr beeindruckenden Bilder erzählt – und die „Autopsie“ eines Kopfes hat schon einen ausgiebigen Schockeffekt.

Marvel vs. DC

Alle, die lange auf einen Kampf Marvel gegen DC gewartet haben, bekommen ihn hier endlich geboten. Wenn auch nur auf dem Squashplatz. Da treten Marvels Loki Tom Hiddleston und DCs Butler Alfred Jeremy Irons nämlich gegeneinander an. Aaaaaber das war’s dann auch schon irgendwie, denn auch wenn man sich freut, beide Schauspielrecken zu sehen, so ist die Handlung dann doch leider weder spannend noch mysteriös genug, um die Freude bis zum Ende aufrecht zu erhalten. Wenn es wenigstens ein Geheimnis gegeben hätte, eine fremde Macht, die für alles verantwortlich gewesen wäre… Naja, kann man dann wohl nix machen.

Mit

Tom Hiddleston (Peter Lontzek), Jeremy Irons (Thomas Fritsch), Luke Evans (Dennis Schmidt-Foß), James Purefoy (Markus Off), Reece Shearsmith (Gerritt Schmidt-Foß)

High-Fazit

Fängt super an, driftet dann aber in sehr unbefriedigend ab, was angesichts von Ausgangsposition und Besetzung mehr als enttäuschend ist. Ab 30.6.2016 im Kino.

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