Neu im Kino: Ice Age – Kollision voraus!

Es beginnt mit der Schöpfung des Universums… und dann kehren wir auf die Erde zurück, wo wir auf die Geschöpfe aus den anderen Ice Age Filmen treffen, die versuchen müssen, eine Katastrophe zu verhindern, die zu ihrem Aussterben führen könnte…

Ice and Furious 5

Da haben wir also Teil 5… und ich bin nichtmal sicher, ob ich den zweiten noch ganz gesehen habe. Was zu einem Großteil an der extremen Nervigkeit von Otto in der deutschen Fassung lag. Die ist „zum Glück“ erhalten geblieben. Aber soweit ich mich erinnern kann gab es da nicht viel mehr als Ottos Faultier, Thomas Fritschs… Löwen? (Typecasting!) und Arne Elsholtz’ Manni das Mammut. Und da fragt man sich: Wie kommt ein Sprecher wie Arne Elsholtz in so einen Film? Denn er ist kein Star, den man im Fernsehen herumreichen kann, er ist ein großartiger Synchronsprecher! Es wird wohl immer ein Rätsel bleiben, (wahrscheinlich wollte man Andreas Elsholz, hat dann aber zu spät bemerkt, dass man, statt einen „bekannten“ Soapler einen begabten Schauspieler hatte… oder es hat niemand bemerkt, bis der Film in die Kinos kam und dann war’s zu spät), aber bleiben wir noch kurz beim Film, bevor wir zu dem kommen, was mir in diesem Fall wirklich am Herzen liegt.

Wenn man die anderen 4 Filme gesehen hat – oder wenn man sehr, sehr jung ist, oder beides, dann findet man wahrscheinlich Freude an diesem Film. Wenn man die 70er-Jahre-Synchros von Rainer Brandt mag, die eine verkorkste Sprache in die Münder der Schauspieler legen, dann vielleicht auch. Ansonsten bietet der Film ein paar ganz nette Gags und Ideen, aber eigentlich nicht genug, um damit über die ganze Strecke zu tragen. Die Gruppe, um die es geht, scheint seit dem ersten Film gewachsen zu sein, denn jetzt leben fast alle in Beziehungen, haben Kinder und die sind schon teils erwachsen genug, um heiraten zu wollen und daraus entspringt dann auch der eine oder andere Konflikt für den Film. Aber kommen wir zu den wichtigen Dingen:

Whitey Weissmans Vater ist tot!

Das Jahr ist noch nichtmal halb vorbei und doch haben uns schon viele tolle Schauspieler und Synchronsprecher verlassen, und da auf letztere für gewöhnlich weniger eingegangen wird, mache ich das an dieser Stelle. Uwe Friedrichsen ist gestorben. Was einige wissen mögen, ist, dass er die deutsche Stimme von Danny Glover in den „Lethal Weapon“-Filmen war, aber wer weiß schon, dass er auch als erster in Deutschland „Columbo“ die Stimme lieh, bevor nach zwei Filmen Klaus Schwartzkopf Figur und Rolle hierzulande berühmt machte? Und er war Donald Sutherland in „M.A.S.H.“…

Wolfgang Hess hat uns verlassen. Auch dieser Name wird vielen wahrscheinlich nichts sagen, aber seine Stimme dürften einige dennoch kennen. Er war unschlagbar für Robbie Coltrane in „Für alle Fälle Fitz“ und unerreicht für Bud Spencer… der einen Tag vor der Veröffentlichung dieses Artikels verstorben ist.

Und dann ist da noch Arne Elsholtz. Mit ihm verlieren wir einen der vielseitigsten Akteure der Synchronbrache. Manchmal hört man eigentlich lieber die deutsche Fassung, nur weil er spricht, denn er hatte immer den Schalk in der Stimme. Eric Idle hat er in den Monty Python Filmen synchronisiert und scheint auch für die hervorragende deutsche Fassung von „Das Leben des Brian“ verantwortlich zu sein. Einem breiten Publikum dürfte er bekannt sein als deutsche Stimme von Tom Hanks, Bill Murray, Kevin Kline und… O.J. Simpson. Den hat er in den drei „nackte Kanone“-Filme gesprochen, bei denen er, zumindest beim ersten, auch für das deutsche Buch verantwortlich war. Und erst zu Zeiten von DVD und multiplen Tonspuren habe ich erfahren, dass das, was wir damals am meisten aus diesem Film zitiert haben, das, was für uns den Film gewissermaßen ausgemacht und zusammengefasst hat, in der Originalfassung gar nicht vorhanden ist, sondern nur aus der deutschen Fassung stammt – und damit von Arne Elsholtz: Whitey Weissman. Denn im Original sieht man, wie ein Polizist auf einen Zeugen zugeht, um ihn zu befragen und seine Personalien aufzunehmen, aber dort ist die Szene stumm – während der schwarze Mann im Deutschen sagt: „Mein Name ist Whitey Weissman“. Danke, Arne Elsholtz, für diese und viele andere wunderbare Momente, die du uns geschenkt hast! Ich werde dich vermissen!

Ice Faz

Manni wurde in der deutschen Fassung immer von Arne Elsholtz gesprochen, nach dessen Tod wurde diese Rolle jetzt aber von seinem Kollegen Thomas Nero Wolf (Hugh Jackman, Anthony Head) übernommen, der es hin und wieder schafft, nach Elsholtz zu klingen, aber das macht aus einem schwachen noch keinen guten Film. Es gibt nette Szenen, aber so richtig zu überzeugen weiß das Gesamtergebnis leider nicht. Ab 30. Juni 2016 im Kino.

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