Neu im Kino: Tangerine L.A.

Weihnachten, L.A., Transenstrich. Als eine der Kolleginnen aus dem Knast kommt, erfährt sie, dass ihr Freund Schrägstrich Zuhälter inzwischen was mit einer „echten“ und weißen Frau angefangen hat, also macht sie sich auf die Suche nach dieser Schlampe, während ein Taxifahrer sich auf die Suche nach einem guten Transen-Blowjob macht und ihre Freundin auf die nach musikalischem Erfolg…

Das Presseheft spricht von Komödie

Nun, formulieren wir es einmal so: Wenn Sie die schmerzhaften Folter-Porno-„Komödien“ eines Neil Simon für witzig halten, dann sehen Sie in diesem Film vielleicht auch eine Komödie. Ansonsten ist es eher eine Art Drama, das vielleicht die eine oder andere nette Szene hat, aber unterm Strich (und um den geht es ja irgendwie auch) ist das alles mehr anstrengend als ansprechend.

Interessant und bemerkenswert ist natürlich, dass das alles auf einem iPhone aufgenommen wurde – hat aber auch den Nachteil, dass man viel zu oft viel zu nahe Nahaufnahmen von einigen der Beteiligten bekommt. Abstand wäre hier hilfreich gewesen. Und eine Darstellerin, die so spricht, dass man sie auch ohne Untertitel verstehen kann… aber das macht Tom Hardy eigentlich auch nur in der Hälfte seiner Filme (oder bei einem davon in der Hälfte seiner Rollen), also was soll’s?

Transensylvanien?

Eine Frage wäre allerdings noch, wie gut es der Gemeinschaft der Geschlechtsveränderten tut, wenn die Transsexuellen in diesem Film ausnahmslos auf den Strich gehen? Wir wissen, wir leben in einer Welt, in der man weniger denkt „alle Selbstmordattentäter sind Moslems“ sondern eher den falschen Rückschluss zieht: „alle Moslems sind Selbstmordattentäter“. Also gehen alle Transen auf den Strich? Wäre es nicht vielleicht hilfreich gewesen, auch mal Dr. Transe oder Justiziar Trans zu zeigen?

Faziterine

Schnell, laut, anstrengend. Schön ist zwar, dass alle Handlungsstränge am Ende im wahrsten Sinne des Wortes zusammenlaufen, aber der, dass eine der Hauptfiguren eine Nutte quer durch die Stadt schleifen muss, ist nu nicht ganz so spannend, wie das vielleicht klingt. Ab 7. Juli 2016 im Kino.

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