Neu im Kino: Pets

Die Geschichte des Pets-Spenders. Eine Dokumentation, in der gezeigt wird, wie Adolf Pets 1913 eine geniale Idee hat und…

???

Okay, es geht um Haustiere. Fängt ein wenig an wie „Toy Story“ mit Haustieren, aber dann… schien man nicht so richtig gewusst zu haben, wie man weitermachen sollte und so jagen sich freie wie unfreie Haustiere durch ein post-9/11-isches New York (also durch eins ohne World Trade Center) und… jeder lernt seine Lektion, außer einer Schlange, der man im übertragenen Sinne den Zahn zieht. Irgendwie wirkt dieser Film von den Leuten, die uns zuletzt mit den „Minions“ behelligt haben (mit denen es auch einen Vorfilm gibt, der soviel besser ist als ihr grauenvolles Kinoabenteuer), als wäre er nicht so ganz durchdacht und das hilft der Sache nicht unbedingt. Es gibt ein paar ganz nette Gags, aber im Gesamtbild kann das Werk nicht so wirklich überzeugen. Hätte man im Vorfeld doch mal vielleicht ein wenig Grips in eine vernünftige Handlung investiert.

Promisynchro

Bei vielen Leuten, die sich für deutsche Synchronisationen fremdsprachiger Filme interessieren ist dieser Begriff eine Art Schimpfwort – und dieser Film ist ein gutes Beispiel dafür, warum das so ist. Da hat man durch die Bank weg „Schauspieler“ und „Comedians“ besetzt, also Leute, die das Publikum eher vom Sehen als vom Hören kennt – und auf deren variierende Punkte im Bereich Talent ich jetzt mal nicht eingehen möchte. Das macht man natürlich, weil man den Zuschauer mit bekannten Namen locken möchte – oder weil diese Leute eh die ganze Zeit in Talkshows ihre Hintern platt sitzen und damit auch für Werbung sorgen, suchen Sie es sich aus. Das Problem ist, dass sich seit dem zweiten Weltkrieg eine Sparte des deutschen Schauspieltums herausgebildet hat, die sich Synchronsprecher oder, wie die es lieber hören, Synchronschauspieler nennt. Das sind meist Leute, deren Stimme man aus anderen Filmen und Fernsehserien kennt und die mit ebendieser auch umgehen können. Aber die sind halt nicht so bekannt wie oben genannte VIPs und bekommen deshalb auch für bessere Arbeit nur einen Bruchteil des Geldes der „Promis“. Dieser Film hier ist leider komplett mit „bekannten Namen“ besetzt – und da klingen die Namen besser als das, was man im Film zu hören bekommt. Über Ralf Richter kann man wenigstens nur sagen, dass er komplett fehlbesetzt ist und weder Spiel noch Stimme zur Figur passen. Didi Hallervorden scheint inzwischen auch jede Menge Zeit im Synchronstudio zu verbringen, war er doch erst letztens in „Hotel Transsylvanien 2“ und „Robinson Crusoe“ (mit Tieren) zu hören, immer, wie auch hier, auf die Rolle des alten Sacks besetzt. Das geht noch, ist aber nicht wirklich originell. Besonders schade ist es dann aber, wenn es bei den Hauptrollen hapert. Für Dietmar Bärs Part hätte man sich jemanden gewünscht, dessen Stimme man einfach kennt und die so bärig klingt wie er heißt (seine Besetzung erfolgte also wahrscheinlich allein aufgrund seines Namens) – und auch wenn Fahri Yardim es irgendwie kann, hätte sein Hoppelhäschen mit einem exquisiten Synchronprofi mehr reißen können als so. Und dann decken wir den Mantel des Schweigens über Jan Josef Liefers in der Hauptrolle, der irgendwie nicht so richtig funktioniert… na ja, warum Leute besetzen, die so was können, wenn man sich auch Stars leisten kann? Aber, seien wir ehrlich, der Film an sich wäre durch gute Sprecher auch nicht viel besser geworden!

Fazits

Ein paar nette Ideen machen noch keinen Spielfilm – wer sich ein eigenes Bild davon machen möchte, was das heißt, kann es ab 28. Juli 2016 im Kino tun.

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