Neu im Kino: Legend of Tarzan

Tarzan, der jetzt in England lebt, kehrt nach Afrika zurück, um ein neues Abenteuer zu erleben, bei dem er auch seine Frau retten muss und auf alte Bekannte aus dem Tierreich trifft…

Abenteuer

Tarzan“ war schon immer eine Abenteuergeschichte und auch hier schwingt das, wie es sollte, mit. Prinzipiell ist es auch eine schöne Idee, sich von den gängigen Mustern zu entfernen und eine neue Geschichte zu erzählen, wie man sie so vielleicht nicht kennt. Aber das ist nicht „Spider-Man“, wo man alle paar Jahre eine aufgewärmte Entstehungsgeschichte vorgesetzt bekommt, es gibt Leute, bei denen „Tarzan“ nicht ganz so parat ist, außer, dass er im Dschungel wohnt und einen tollen Erkennungsschrei hat. Es ist also ein bisschen schade, dass man scheinbar ein wenig mehr an Hintergrundwissen voraussetzt, als es heute vielleicht üblich ist. Natürlich ist es löblich, wenn man davon ausgeht, dass der Zuschauer eine bestimmte Hintergrundgeschichte kennt und man sie ihm nicht zum tausendensten Mal vorkaut. Trotzdem wäre es vielleicht ganz schön gewesen, ein bisschen ausführlichere Rückblenden zu bieten, in denen man Tarzan als Tarzan sieht und erlebt, wie er mit der Natur harmoniert und gut Freund mit den Tieren ist. Das kommt ein wenig zu kurz und man muss es sich zusammenreimen.

Dass es sich um eine pure Fantasy handelt, erkennt man an der Rolle von Samuel L. Jackson. Der ist wie immer eine wunderbare Ergänzung, die einen lockeren Humor in den Film hineinbringt, aber da er 1890 einen schwarzen Doktor spielt, der aus einem Land (Amerika) kommt, in dem man noch 50 Jahre später die Rassentrennung hatte und der sich mit erhobenem Zeigefinger für eine Abschaffung der Sklaverei einsetzt, wie gesagt, um Uhura aus „Star Trek 3: Auf der Suche nach Mr. Spock“ zu zitieren: „Das hier ist keine Wirklichkeit sondern reine Phantasie!“ Nichtsdestotrotz ist er die beste Figur im Film. Christoph Waltz bekommt mehr und sinnvolleres zu tun als bei „Spectre“, bleibt aber doch irgendwie Waltz, der einen Bösen spielt. Alexander Skarsgard aus „True Blood“ ist als Tarzan eigentlich recht überzeugend, die Sache ist halt nur, dass man wenig von Tarzan zu seinen Hochzeiten zu sehen bekommt.

Legend of Fazit

Tarzan kehrt zurück… nach Afrika. Ein neues Abenteuer, das ein bisschen zu sehr das Wissen um die Vorgeschichte (oder die klassischen Geschichten) voraussetzt. Eine nette Besetzung, aber ein bisschen zuviel CGI. Erinnert sich noch jemand, als man in Filmen echte Tiere eingesetzt hat? Nun, die sind wahrscheinlich inzwischen alle in der Gewerkschaft und zu teuer. Wie dem auch sein, ganz nettes Abenteuer, das ab 28. Juli 2016 im Kino zu sehen ist.

Dieser Beitrag wurde unter Filme veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.