Neu im Kino: Ben-Hur

Ähm, Wagenrennen?!

Das hier ist kein Test.

Ach, nicht?

Nein.

Und wenn, was für ein Test?

An was man sich spontan bei „Ben Hur“ erinnert.

Das Wagenrennen!

Ja. Und?

Und… zwei Fassungen, eine Stummfilm, eine mit Charlton Heston… und…

Ja?

Das Wagenrennen!

Seufz.

Das gehört in Klammern.

Bitte?

(seufz)

Ach so.

Ja. Weil es etwas ist, das man macht und nicht, was man sagt.

Könnten wir dann bitte mal zum Thema zurückkommen?

Okay. Was… war das noch mal?

Ben Hur“!

Nein…

Nein???

Streng genommen ist es „Ben-Hur“. Mit Bindestrich. Wie „Spider-Man“.

(seufz)

So ist’s richtig!

Und?

Aaaaalso, seien wir ehrlich: Ich hab die alten Filme seit Ewigkeiten nicht gesehen – was diesem Film und seiner Kritik vielleicht entgegen kommt. Fassen wir es so zusammen: Der Film ist nicht direkt langweilig. Zu lang. Kürzenswert. Aber unterm Strich tut er nicht weh – er tut aber auch nicht nötig, um es mal so zu formulieren. Ich habe es schon bei „Elliott, der Drache“ geschrieben und werde es dieses Jahr vermutlich noch mal schreiben, aber, liebe Studios, warum bringt ihr nicht einfach die tollen alten Filme noch mal raus, n bissken aufgepeppt, meinetwegen auch in verschissenem 3D, aber in der Originalfassung anstatt sie schlechter neu nachzumachen? Da hätten wir alle mehr davon. Und ich hätte lieber Charlton Heston auf der großen Leinwand gesehen als… John Huston? Jack? Ich weiß es nicht. Denn das ist das Hauptproblem des Films: Wenn man eine epische Geschichte erzählt, braucht man auch epische Darsteller. Bei diesem Film fehlt schlicht die Starpower. Wenn Morgan Freeman wenigstens Jesus gespielt hätte… aber wenn man dafür Xerxes aus „300“ verpflichtet, dann hat man schon n Problem. Mit all diesen austauschbaren Fressen kann man keine epische Geschichte erzählen, weil einem die Typen ziemlich am Arsche vorbeigehen. Und es wirkt dadurch wie eine billige TV-Verfilmung. Meine Güte, „Game of Thrones“ hat mehr Starpower als das hier (und ist natürlich eh weit besser). Also ohne Stars braucht man keinen neuen „Ben-Hur“ zu machen. Und was das Herzstück angeht, oder das Filetstück, das Wagenrennen… das war okay. Die einzige Szene des Films, bei der Spannung aufkommt. Denn es wirkt recht echt, nicht die erwartete CGI-Scheiße – auch wenn man am Anfang kurz die Furcht hat, das ganze könne sich zu einem synthetischen Pod- Rennen aus „Star Wars – Episode I: Das Zerstören einer guten Serie“ entwickeln. Doch zum Glück bleibt das aus – rechtfertigt aber auch keine Neuauflage dieses Films, denn es sei unterstellt, dass das alte Wagenrennen wahrscheinlich viel geiler ist als das hier. Deshalb mein Vorschlag für die nächste Neuauflage dieses Filmklassikers: Macht einen 90-Minuten-Film der komplett aus Wagenrennen besteht! In echt. Vielleicht streckenweise aufgezogen wie ein Formel-1-Rennen. Denn, machen wir uns nix vor, für den Rest der Handlung interessiert sich eh keine Sau! Oder verlegt ihn in die Neuzeit und macht das ganze mit Autos. Mit Vin Diesel als Ben-Hur? Ben-Fast and Ben-Hurious? Unnötiger als das hier würde das auch nicht werden. Ab 1.9.2016 im Kino.

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