Neu im Kino: Molly Monster – Der Kinofilm

Nach „Money Monster“ nun die Kinderversion…

Vom kleinen Bildschirm auf die große Leinwand

Nach der Fernsehserie „Ted Siegers Molly Monster“ kommt nun der Kinofilm, in dem sich Molly mit etwas auseinandersetzen muss: Nachwuchs. Also nicht sie selbst, sondern die Mutter, die zur fEIERlichen Öffnung des Eis mit Vater auf die Eierinsel fährt, doch Molly meint, dass (eine blutige Geburt) genau das richtige für Kinder ist (denn darum geht es im übertragenen Sinne) und außerdem haben die Eltern die eigens von ihr für den Nachwuchs gestrickte Mütze, damit klein Baby sich nicht erkältet, vergessen und so macht sich Molly mit ihrem nervigen Spielzeug namens Edison auf den Weg durch Berge und Wildnis, um rechtzeitig zum Ausschlüpfen auf den Osterinseln anzukommen…

Po, sieh tief

Arbeiten wir doch mal das Positive heraus. Der Film ist keine 3D-Animation, sondern in 2D, was auch mal ganz angenehm ist. Da sind ein paar hübsche Ideen drin, im Visuellen, aus denen man noch eine Menge mehr hätte herauskitzeln können. Und es ist keine wirkliche Promisynchro, denn auch wenn einem Sophie Rois Krächzen irgendwann ein wenig auf den Senkel geht und man sich fragt, warum man nicht eher Sandra Schwittau (Bart Simpson – und wahrscheinlich aus genau diesem Grund) engagiert hat, so haben wir mit Judy Winter, Klaus Dieter Klebsch (Alec Baldwin, Josh Brolin) und Gerritt Schmidt-Foß (Leonardo di Caprio, Jim „Sheldon“ Parsons) doch vorwiegend Leute, die das Synchronfach auch beherrschen.

Auf der anderen Seite…

Nun wird man wahrscheinlich argumentieren wollen, dass bei einem Film, der sich eigentlich ausschließlich an 3jährige richtet, die Motivation der Hauptfigur eher nebensächlich ist, schon, weil die Blagen das wahrscheinlich eh nicht verstehen. Und doch lasse ich es mir nicht nehmen, den Filmemachern unter ihre animierten Nasen zu reiben, dass man auch das logisch und sinnvoll hätte lösen können. Denn die Motivation von uns Molly ist, ihrem zukünftigen Geschwisterchen ein selbstgestricktes Mützchen auf die Geburtsinsel zu bringen. Leider aber wird die Mütze auf halber Strecke aufgeribbelt und Edison, eine durch und durch nervige Figur übrigens, die ihre Nervigkeit nicht durch Witzigkeit rechtfertigt, bietet an, eine neue zu stracken (denn stricken kann er ja nicht). Nichtsdestotrotz hat Mollylein ab diesem Punkt eigentlich keinen Grund mehr, ihre Reise fortzusetzen. Ist ein bisschen so, um mal einen Vergleich zu wählen, der so hoch ist, dass ihn dieser Film eigentlich gar nicht verdient, als würde Frodo auf halbem Weg zum Schicksalsberg den Ring verlieren. Warum sollte er dann noch weitergehen? Nun, wir wissen nicht, was der freundliche Herr Tolkien in diesem Fall raten würde, aber das Problem mit der Mütze hätte sich folgendermaßen lösen lassen: Da ein Faden davon zum Starten des Bootes des Fährmanns benutzt wird (der Molly über den Styx in den Hades der Monster bringt… aber das ist eher was für Teil 3), wäre DAS der Zeitpunkt gewesen, um die Mütze zu zerlegen. Kurz vorm Ziel. Dann hätte rein motivationstechnisch alles gepasst… aber gut, wer macht sich heute noch Gedanken über so was wie ein Drehbuch, wenn man doch genug Geld von der Filmförderung bekommt?

Folly Fazit

Geignet ab 3 Jahren… bis 3 Jahre! Der Film zeigt ein paar nette Ansätze, auch mit den lebendigen Bergen, der konsequenten Durchziehung des Aufziehschlüssels, bleibt aber wie so viele andere hinter den Möglichkeiten zurück, die man gehabt hätte, wenn man sich einfach mal Mühe geben würde. Ab 8. September 2016 im Kino.

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