Neu auf DVD: David vs. Goliath

Nach

Batman vs. Superman

King Kong vs. Godzilla

und

Kramer vs. Kramer

der wohl bekannteste Kampf der Geschichte. Wenn man kein kompletter Volltrottel ist, hat man auch eine ungefähre Ahnung, wie der wohl ausgehen könnte. Wie bei „Ben-Hur“ das Wagenrennen, so ist hier der Kampf zwischen den beiden das (einzig) interessante – und wie beim neuen „Ben-Hur“ hat auch dieser Film hier das Problem, dass er über extrem keinerlei Starpower oder überhaupt bekannte Schauspieler verfügt. Aber epische Geschichten brauchen eine epische Besetzung, also wenn man eine derartige Story, bei der der Ausgang bereits bekannt ist, neu erzählt, dann so, dass es einen begeistert. Wenn Peter Dinklage gegen Arnold Schwarzenegger angetreten wäre, das wäre ein Film!

Man kann so einer Sache aber auch einfach mal eine neue Richtung verleihen. Dieser Film hier zeigt eine Trainingsmontage, in der David wie dereinst der Highlander von einem alten Typ mit Bart ausgebildet wird. Er wird zum Kämpfer – aber nimmt das nicht die Spannung aus dem Schlusskampf? Sicher, er tritt gegen einen, ach, früher war das mal ein Riese, aber heute ist das einfach ein großer Kerl, an und scheint dem kampftechnisch auch relativ ebenbürtig zu sein. Wo ist da der Witz? Geht es bei diesem Kampf nicht darum, dass ein unterlegener Gegner einen überlegenen mit Witz und Verstand besiegt? Das kommt hier eher so weniger rüber.

Neue Richtung für alte Geschichte

Nun sage ich nicht, man solle die Geschichte mit Transformern neu erzählen, wenn Davidbot gegen Goliathan antritt, das… ginge vielleicht ein wenig zu weit. Aber man könnte die Perspektive wechseln. Warum nicht Goliath zum tragischen Helden machen? Erzählen wir die Geschichte aus seiner Perspektive, er schlägt sich durch, gewinnt viele Kriege, doch er wird langsam müde des Kampfes. Noch ein Job, ein letzter Kampf, in der Hoffnung, dass er es dann hinter sich hat und er sich zur Ruhe setzen kann. Doch dann kommt dieser Knirps und verdirbt ihm seine Pensionspläne… und das ganze könnte man sogar als Western aufziehen – auch wenn es so klingt, als hätte man das schon getan. Es ist also durchaus möglich, neues Blut in alte Venen zu pumpen… schade ist nur, dass das keiner zu wollen scheint.

Das Jahr der Bibel

Abgesehen davon scheint dies das Jahr der Bibel zu sein. Wir hatten schon die Abenteuer des jungen Jesus („Der junge Messias“), wir hatten seine Kreuzigung (in „Ben-Hur“) und seine Auferstehung (in „Auferstanden“) hatten wir auch schon (und natürlich alles zusammen auch noch mal in „Batman v Superman“), also passt dieser Film dann doch ganz gut ins Bild. Schade, dass keiner davon Weihnachten rauskommt! Ab 22.9.2016 auf DVD und Blu-ray.

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