Neu im Kino: Findet Dorie

Fisch mit Problemen mit dem Kurzzeitgedächtnis sucht seine Eltern, wobei ihr die beiden Clownsfische aus Teil 1 und ein grimmiger Oktopus behilflich sind. Und so schwimmt, fliegt und hüpft Dorie von einem Abenteuer ins nächste…

Findet Nemo“

Wir erinnern uns, Alan Quatermain stellt eine Gruppe von Romanhelden zusammen, u.a. mit dem Unsichtbaren und dem Clownsduo „Dr. Jekyll & Mr. Hyde“, um den Kapitän der „Nautilus“ aufzuspüren und gemeinsam „Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen“ zu gründen… aber vielleicht hieß der Film auch so und Nemo war ein Fisch, der seinem Vater irgendwie abhanden kommt, den dieser wiederum mit der Hilfe der erinnerungsschwachen Dorie suchen will…

Memento“ mit Gräten

Natürlich wäre es übertrieben, wenn man von Dorie verlangen würde, dass sie ihren kleinen Fischkörper mit Tätowierungen überzieht, damit sie sich daran erinnern kann, was sie eigentlich tun will… und da dies so eine Art Komödie ist, müssen wir dann wohl auch nicht erwarten, dass die Sache mit dem Kurzzeitgedächtnisverlust konsequent durchgezogen wird, denn, seien wir ehrlich, dann hätten wir keinen Film. Oder einen sehr kurzen. Wie den Vorfilm von Pixar, der einfach wunderbar und grandios war – kann man nur hoffen, dass der auch im Kino vorm Fischabenteuer gezeigt wird.

Nun denn, am Anfang zieht sich das ganze noch ein wenig und ist unangenehm redundant, da Dorielein ja alles vergisst und wiederholt und überhaupt. Da wäre ein bisschen kürzen ganz schön gewesen, denn so richtig in Fahrt und Spaß kommt der Film erst, wenn Dorie auf den Oktopus Hank trifft. Der ist das Glanzlicht des Films und lässt vielleicht auch ein wenig darüber hinwegblicken, dass man sich unterm Strich eigentlich ein wenig über Behinderte lustig macht, Doris Alzheimer im Versuchsstadium, die kurzsichtige Walin (Walfrau? Waliserin? Was ist da der korrekte Begriff?), der bekloppt aussehende Seehund, wäre das mit Menschen gedreht worden, würde das bestimmt den einen oder anderen Gleichstellungsbeauftragten auf den Plan rufen. Aber da das ja nur Getier ist, lässt man es durchgehen.

Wie dem auch sei, Dorie und die Clownsfische geraten in ein Abenteuer nach dem anderen und ob sie am Ende Dories Eltern finden, das wird natürlich nicht verraten… denn wenn der Film erfolgreich genug ist, braucht man ja vielleicht auch noch was für den dritten Teil („Findet Octopussy“ würde sich da dann wohl anbieten, wo Hank seine lang vermisste Frau sucht).

Idris Elba scheint scheinbar inzwischen bei Disney unter Vertrag zu stehen, denn nach (dem großartigen) „Zoomania“ und (dem großartig gemachten) „The Jungle Book“ gibt er sich bereits das dritte Mal stimmgewaltig die Ehre – und schafft einen kleinen akustischen Zwischenhöhepunkt des Films… jedenfalls in der Originalfassung.

Findet Fazit

Zu Beginn ein bisschen zäh, hat aber ein paar schöne Ideen und Szenen im Mittelteil, auch diverse Horrorszenen und mehrere Anspielungen auf „Alien“, würde aber ohne den Oktopus wahrscheinlich eher untergehen. Ab 29. September 2016 im Kino.

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