Neu im Kino: Auf einmal

Junge Frau stirbt nach Party auf mysteriöse Weise. Ist der Herr des Hauses daran schuld? Nach und nach kommt heraus, dass niemand die Frau kannte…

Klassischer Fall

Von einer brauchbaren Idee, aus der man dann leider nix vernünftiges gemacht hat. Wieder einmal hätte ein Film das Potential gehabt, aus ihm etwas spannendes, interessantes zu machen – und wieder einmal ist das leider nicht geschehen. Man hätte zwei Geheimnisse des Films verfolgen können, a) wer ist die Frau und b) wie ist sie gestorben. Spannend! Die Antworten kommen zwar, aber sie erweisen sich als banal und wenig spannend. Am Ende des Films dann haben wie eine Veränderung in der Hauptfigur – und auch die hätte interessant sein können, wenn man besser darauf hingearbeitet hätte, quasi als Thema, wie aus einem netten Mann durch einen Zufall ein hartherziges Arschloch wird. So wird aber alles in einen Topf geworfen, ein paar Mal umgerührt und durch Szenen, in denen der Hauptdarsteller durch die Gegend latscht ergänzt und all das… ist irgendwie unbefriedigend. Allein die Hoffnung darauf, dass man eine schöne Auflösung für Todesursache und Hintergrund der Unbekannten bekommen könnte, hat einen im Kino bleiben lassen – und wie so oft in letzter Zeit wurde man schlicht enttäuscht.

Der Hülk

Ich bin sicher, diesen Scherz muss sich Hauptdarsteller Sebastian Hülk seit seiner Kindheit anhören – leider macht das sein Spiel nicht besser. Er ist traurigerweise nicht in der Lage, den Film zu tragen und/oder die Wendung von nett zu Arsch am Ende rüberzubringen. Damit steht, oder in dem Fall, fällt der komplette Film. Aber er ist da nicht der einzige, denn die Schauspieler sind genauso hölzern wie die Dialoge, woraus leider kein „Minus mal Minus gibt Plus“ wird, sondern nur ein potenziertes Minus. Viele Szenen wirken dann auch so, als hätte man die Schauspieler einfach mal machen lassen, wahrscheinlich, damit das ganze natürlicher und echter wirkt – was aber nicht klappt, wenn keiner der Beteiligten spielen kann. So wirkt es dann eher furchtbar und das, was jeder Film braucht, nämlich Timing, geht flöten.

Fazit

Aus einer guten Idee nichts Gutes gemacht. Genauso hölzern gespielt wie geschrieben. Das Presseheft spricht von Psychothriller, nichts davon ist der Fall. Wer sich selbst davon überzeugen möchte, ab 6. Oktober 2016 kann er das im Kino tun.

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