Neu im Kino: Inferno

Oder, wie es vollständig heißen müsste:

Lesbian Spank Inferno“

Oh, nein, sorry, das war ja in „Coupling“. Das hier ist Dan Browns „Inferno“, also der dritte Film nach „Erbarmen“, „Schändung“… Nein! Nach „Verblendung“, „Verdammnis“, „Verblödung“… Nein!! Nach „Sakrileg“ und „Illuminati“ nun der dritte Film, in dem Tom Hanks als Robert Langdon auf einer touristenaffinen Stadtbesichtigung kindische Rätsel lösen muss, um die Vernichtung der Welt zu verhindern – ob ihm das wohl gelingen wird?

Es beginnt mit einem Gedächtnisverlust und dann muss sich unser tapferer Held mühsam erarbeiten, was da passiert ist und warum und überhaupt? Schön ist, dass es dabei die eine oder andere Wendung gibt. Weniger toll ist, dass alles nach Schema B abläuft (für Brown), also irgendwelche Kreuzworträtselfragen auf unzugängliche Orte gekritzelt wurden, die es dann zu entschlüsseln gilt, um zum nächsten Besichtigungspunkt der Stadtrundfahrt zu kommen (dieser Thriller wird Ihnen präsentiert vom Tourismusbüro von…), was ja bei Rom und Paris noch ganz nett gewesen sein mag, aber irgendwie läuft sich die Sache inzwischen so tot wie die meisten Figuren in diesem Film (Vorsicht: Spoiler!). Da aber noch mit „Symbol“ ein viertes Buch zur Verfügung steht, dürfen wir da wohl auch nicht mit einer Abweichung vom Bewährten rechnen… leider.

Hanks ihn höher

Tom Hanks muss also einmal mehr europäische Städte bereisen, aber diesmal sind es derer gleich mehrere, juhuuu. Dann gibt es auch ein paar Figuren, bei denen man aber bei den meisten nicht so ganz weiß, was sie nun eigentlich im Schilde führen – außer beim Bösewicht, aber der stirbt ziemlich früh, steht also für weitere Schandtaten nicht mehr zur Verfügung. Was schade ist, da er von Ben Foster gespielt wird, und der kann ja was. Die interessanteste Figur ist aber die von Irrfan Khan („Slumdog Millionaire“) gespielte, bei der man sich ein Spin-off wünschen würde. Ob das wohl was wird?

Fazileg

Städtebesichtigungen mit Tom Hanks, die dritte. Nette Nutzung des Gedächtnisverlustes, nicht langweilig, aber hier und da schwächelt es dann doch ein bisschen. Neben der herrlich skurril-gemeinen Serie „Utopia“ und dem Fitzek-Buch „Noah“ mal wieder etwas, das sich mit der Überbevölkerung der Welt und einer drastischen Methode, dagegen vorzugehen, auseinandersetzt, aber selbst dem größten Größenwahnsinnigen müsste eigentlich klar sein, dass ein Virus zu unberechenbar ist, um ihn zum Abendessen einzuladen… oder andere Dinge mit ihm zu machen. Wer glaubt, er gehöre zu den Auserwählten, die immun sind, kann das ab 13.10.2016 im Kino herausfinden.

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