Neu im Kino: Bridget Jones‘ Baby

Nach „Bridget Jones‘ Entziehungskur“ und „Bridget Jones‘ Schönheitsoperation“ nun endlich der erfolgreiche dritte Versuch… wie der wohl ausgehen wird?

Müll!

Bitte? Wir wollen doch nicht so harsch urteilen und vorweggreifen. Es ist nicht alles schlecht im Staate Dänemark. Da sind…

Also gut, Biggi techtelt mit zwei Kerlen herum und wird schwanger. Welcher von beiden wird sich als der Vater entpuppen, der junge, reiche, Gutaussehende oder der steife Brite? Und bei wem wird sie wohl am Ende landen…?

FRAUENFILM

Obwohl, selbst da gab es anschließend wenig Begeisterung, so dass ich meinen Satz, „dieser Film könnte Ihnen gefallen, wenn Sie die anderen BJ-Filme mochte, eine Frau sind… oder homosexuell“ ja schenken, denn das scheint nicht zuzutreffen. Der Film, und wahrscheinlich soll das so sein, ist, wie wenn eine verklemmte Person über Sex spricht. Die Art Leute, die glauben, sie sind bahnbrechend radikal, wenn sie das Wort „Ficken“ verwenden – also der übelste, biederste, unoriginellste Abschaum der Literaturszene… höflich gesprochen.

Zellteilung oder Zellweger?

Nun hat sich inzwischen bestimmt auch herumgesprochen, dass Frau Zellweger was an sich hat machen lassen, und nicht so, wie alle anderen auch, einfach ihre Titten aufblasen oder die Gesichtshaut in den Hals ziehen, sondern die komplette Fresse aufpolieren und runderneuern. Man muss sich dann also schon um den richtigen Winkel und ein verkniffen dreinblickendes Antlitz bemühen, damit man die Frau wiedererkennen kann – ob das ein Vorteil ist, bleibt jedem selbst überlassen. Denn das Problem mit der Figur ist möglicherweise eher die Schauspielerin? Dass sie sich krampfhaft um einen britischen Akzent bemüht ist schon schwierig, aber dass sie irgendwie einfach nicht liebenswert wirkt, was bei dieser Art Figur eigentlich notwendig, sozusagen das A und O wäre, tja, das lässt das ganze Unternehmen dann irgendwie sinnlos erscheinen, da man ja irgendwie nicht mit ihr mitfiebert, weil sie einem scheißegal ist – mir zumindest!

Emma ist die Beste

Aber wir wollen dem Film das wenige Gute abgewinnen, das er bietet – auch wenn das nicht abendfüllend ist. Da gibt es recht früh eine ganz nette Szene. Im Studio. Ja, das war es in etwa. Und als am Anfang Colin Firth (der mit zum Besten hier zählt) eine Kirche betritt, hofft man, dass er sich so verhalten wird, wie wir ihn das letzte mal in einer Kirche erlebt haben, in „Kingsman“ nämlich, das hätte dem Film ein vorschnelles aber durchaus befriedigendes Ende bereitet.

Das andere Gute ist Emma Thompson. Sie spielt eine Ärztin und alle Szenen mit ihr sind wegen ihr gut. Da sie die drittgenannte beim Drehbuch ist, unterstellen wir dann einfach mal, dass sie sich die Szenen selbst geschrieben hat. Sie sind die kleinen – und einzigen – Höhepunkte in diesem sonst eher enttäuschenden Film, dem es neben vielem anderen sehr an feinen, cleveren Dialogen mangelt. Meine Güte, schaut euch „Vier Hochzeiten…“ an und „Notting Hill“! Richard Curtis hat euch mehrmals gezeigt, wie man einen Liebesfilm als wunderbare Komödie machen kann. Das hier… eher nicht!

Bridges Jones‘ Fazit

Wenn Sie das aus dem Vorangegangenen nicht selbst entschlüsseln können, dann kann ich Ihnen auch nicht helfen. Wenn Sie die beiden ersten Teile mochten, könnten Sie hier vielleicht ein wenig Freude empfinden – wenn nicht, sparen Sie sich den Versuch! Ab 20.10.2016 im Kino.

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