Neu im Kino: Burg Schreckenstein

Ein Experiment, denn ich bin hier ganz klar nicht die Zielgruppe. Entwarnung vorweg, den Kindern hat’s gefallen, allesamt Jungs, aber das passt ja auch eigentlich zum Thema. Bei mir für meinen Teil liegt es wohl mehr als 30 Jahre zurück, dass ich Kontakt mit Burg Schreckenstein hatte, wenn ich mich recht erinnere auch mehr mit den Hörspielen als mit den Büchern. Insofern wollte ich also herausfinden, ob durch den Film irgendwelche vagen Erinnerungen geweckt werden, ob einem irgendwas bekannt vorkommt, ob man das Gefühl hat, man kehre gewissermaßen nach Hause zurück… in ein Zuhause, an das man sich kaum noch erinnern kann.

Und?

Es funktioniert halbwegs, aber erst später. Am Anfang wird in gewohnter Pilotfilmmanier jemand neues in eine bestehende Situation eingeführt, damit wir mit ihm den für uns neuen Ort, Burg Schreckenstein, kennenlernen können – und dann kann man ja bei genug Erfolg mit der Serie weitermachen, denn das Ganze beruht ja nun auf einer Buchreihe. Ob auch die mit einem neuen Schüler etc. beginnt, kann dann ja jeder mal in stiller Eigenarbeit herausfinden, aber sobald wir dann mal langsam im Geschehen waren, kamen ein paar der Erinnerungen wieder. Streiche spielen, Mädcheninternat, das die Feinde sind, auf der anderen Seite des Sees… und Mücke hat eine Schwester dort. Das war es in etwa und das war auch alles drin. Ob die auch eine schlimme Schulleiterin hatten…

…und…

damit sind wir bei den Kritikpunkten angekommen. Mit Harald Schmidt als Burgherrn kann ich leben, ganz ehrlich, keine Ahnung ob es diese Figur in der Reihe gab und wenn, welche Rolle sie gespielt hat. Tiefpunkt ist aber Sophie Rois, die man zwar nicht leiden kann, aber eigentlich weniger aus den Gründen, aus denen man es soll, weil sie zu engstirnig etc. ist, sondern einfach wegen ihres grauenvoll-übertriebenen Spiels. Das wird dann auch noch durch ein Handlungselement unterstützt, mit dem sie es hier wirklich übertreiben. Und, ganz furchtbar, die schlimmen Musikeinlagen, teils gerappt, bei denen eigentlich nur das „Mädchen gegen Jungs“ gefehlt hat, aber das gab es ja schon in einem anderen Film… ich hab verdrängt, in welchem. Also bitte, falls ihr weitermacht, lasst doch bitte diesen Scheiß bleiben!

Und

größtenteils funktioniert das eigentlich ganz gut. Bisschen modernisiert, klar, ließ sich wohl nicht umgehen, aber es scheint fast so, als hättet ihr in machen Bereichen Geist und Ton der Bücher von damals durchaus getroffen… und das ist doch mal gar nicht mal so schlecht. Wer also ins Kinointernat möchte, der kann sich ab 20. Oktober 2016 von seinen Eltern dort einliefern lassen.

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