Neu auf DVD: Equals – Euch gehört die Zukunft

eqalsimage003In einer gefühlslosen Zukunftsgesellschaft entdecken zwei Menschen ihre Gefühle füreinander…

Leute, stellt den SciFi-Mixer an

Da ist natürlich „1984“, die Gesellschaft ohne Gefühle, in der alles überwacht wird, da ist der titelähnliche „Equilibrium“, der sich ebenfalls dieser Gesellschaft bedient, dann ist da das Aussehen von „AEON FLUX“, an das dieser Film erinnert und einen Hauch von „Gattaca“ bekommen wir auch noch, wenn über irgendwelche Weltraumunternehmungen gesprochen wird, die wir aber letztlich nie wirklich zu sehen bekommen. Nun könnte man an dieser Stelle einwenden, dass es in der Science Fiction schwierig ist, etwas originelles zu machen – und streng genommen müssen wir ja schon fast froh sein, dass wir hier keine Dystopie haben, in der sich irgendwelche Jugendliche in Gladiatorenspielen ihre Existenz freispielen müssen – aber dann kann man Filme wie „Moon“ anführen und sagen: Es geht doch!

Eine Liebesgeschichte in einer Gesellschaft ohne Liebe“

So nennt es der Regisseur und natürlich könnte man argumentieren, dass die Leidenschaftslosigkeit durch das Ausbleiben von Farben schön herausgearbeitet wurde, aber dann fehlt da der echte Schub von Rot, wenn die beiden anfangen, in der Gegend rumzuvögeln (Vorsicht: Spoiler!). Irgendwie hat man einfach das Gefühl, man hätte das alles schon mal gesehen, und dann wahrscheinlich besser (siehe oben), ohne dass Regisseur oder Drehbuchautor der ganzen Geschichte etwas wirklich neues hätten abgewinnen können. (Vielleicht hätte man den Film „Deja vu“ nennen sollen?!) Statt seine Geschichte interessant zu erzählen, ergeht er sich lieber in Nahaufnahmen mit nerviger Musikuntermalung – womit er die 90 Minuten erreicht, ohne das, wäre alles also weit kürzer, aber mehr gibt die Handlung auch nicht her. Oder würde sie, wenn man sie anders angegangen wäre. So bleibt aber alles so blutleer wie die Gefühlsebene der Protagonisten… und das Spiel von Hauptdarstellerin

Kristen Stewart

Dieser Film unterstützt wieder meine Theorie, dass Frau Stewart bei den Dreharbeiten zu „Panic Room“ gestorben ist und sich seitdem weigert, diesen Zustand anzuerkennen. Nun würde man meinen, dass sie in eine Welt ohne Gefühle und dementsprechend ohne Gefühlsausdrücke im Gesicht perfekt hineinpassen und dass das quasi ein Heimspiel und Selbstläufer für sie sein müsste, doch weit gefehlt. Denn leider wirkt sie statt emotionslos immer eher pissig bis angesäuert, was schlicht daneben ist. Nicolas Hoult und ein weitgehend verschwendeter Guy Pearce machen das, welche Überraschung, weit besser, aber damit wird aus einem lahmen SciFi-Mix noch lange kein guter Film.

Fazquals

Ein Thema, aus dem man etwas hätte machen können (auch wenn das schon viele andere vorher getan haben). Doch leider lässt einen der Film so kalt, wie es für die Figuren in ihm normal ist. Wäre es das Ziel gewesen, den Zuschauer das fühlen zu lassen, was die Protagonisten fühlen, dann hätte man ihn fast als erfolgreich bezeichnen können – doch leider müssen wir davon ausgehen, dass er so nicht gemeint ist. Ab 10.11.2016 auf DVD und Blu-ray © 2016 KOCH FILMS.

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