Neu auf DVD: Die Tribute von Panem / Complete Collection

Alle Filme in einer Box – die komplette Geschichte, vom Anfang bis zum Ende:

Die Tribute von Panem – The Hunger Games

Eine dystopische Zukunft, in der Jugendliche für ihr Überleben kämpfen müssen – in einer Art Spielshow, die alljährlich abgehalten wird, um dem Volk einen kleinen Funken Hoffnung zu geben, der aber nicht zu groß werden darf…

Vor- und Nachbilder

In gewisser Weise begründeten die Bücher und Filme um die Hungerspiele ein neues Genre, nämlich das der Young Adult Bücher, also Werke für junge Erwachsene (oder genauer genommen 14jährige Mädchen), die sich darin wieder entdecken konnten und man muss zugeben, dass dies hier die beste Inkarnation dieser neuen Welle ist, die von „Twilight“ über „Divergent“ bis hin zu „Mazerunner“ einen Tiefpunkt nach dem anderen erlebt hat. „Hunger Games“ sticht da sehr positiv hervor, erzählt es doch eine spannende Geschichte mit guten Figuren… erinnert aber auch stark an ein japanisches Vorbild – und damit meine ich nicht deren normale Gameshows im Fernsehen. „Battle Royale“ kam vor diesen Büchern und die Geschichte bzw. die Art der Spiele ist dann zu ähnlich, als dass es reiner Zufall sein könnte, werden doch, wenn ich mich recht erinnere, auch in BR am Ende des Tages die Toten benannt. Die Aussage von Miss Collins, sie habe sich davon nicht inspirieren lassen, darf also höflich aber bestimmt angezweifelt werden.

Nichtsdestotrotz ist der erste Teil ein wirklich guter Film, der uns interessant in eine neue Welt einführt und auch bei den Spielen nicht zu zurückhaltend ist, wenn es dann mal zur Sache geht. Wie im wirklichen Krieg (oder Gameshowleben) sind die meisten der Figuren Kanonenfutter und wir lernen kaum einen von ihnen kennen, umso mehr trumpft (und nicht trumpt, Mr. President) der Film besonders mit der Besetzung der kleinen Rue, die so gut gewählt ist, dass man das Mädchen einfach gern haben muss, was dann für die nötigen Gefühle sorgt, wenn das kommt, was bei einem Kampf auf Leben und Tod eben kommen muss. Da ist es schade, dass man nicht mehr Zeit mit ihr verbringen kann, denn die Chemie zwischen ihr und Jennifer Lawrence ist soviel besser als zwischen der und ihrem Mitstreiter aus dem Heimatdistrikt. In einem Film, in dem man gewohnt großartige Leistungen von Leuten wie Woody Harrelson, Donald Sutherland und Stanley Tucci zu sehen bekommt, ist es schade, dass die „Liebesgeschichte“ zwischen den beiden Hauptfiguren so gar nicht funktionieren will. Ob das im Buch anders ist, kann ich nicht beurteilen, aber hier hat man nicht das Gefühl, dass die beiden irgendetwas füreinander empfinden – was schade ist und sich letztlich ein wenig negativ auf die Folgefilme, besonders das Finale, auswirken wird.

Alles in allem ein guter, spannender Film, der (als einziger aus der Reihe) auch für sich allein stehen könnte – so, wie es eigentlich bei jedem ersten Film sein sollte!

Mit

Jennifer Lawrence (Maria Koschny), Donald Sutherland (Jürgen Kluckert), Josh Hutcherson (Ricardo Richter), Liam Hemsworth (Leonhard Mahlich), Woody Harrellson (Thomas Nero Wolff), Elisabeth Banks (Cathlen Gawlich), Stanley Tucci (Lutz Mackensy), Wes Bentley (Philipp Moog)

Die Tribute von Panem – Catching Fire

Was in der Arena geschah ist nicht vergessen – was die Gefahr von Aufständen in den Raum stellt. Präsident Snow würde das gerne vermeiden und er und seine Mannen sorgen dafür, dass bei den neuen Hungerspielen alte Bekannte mitmachen „dürfen“. Der Überlebenskampf beginnt von neuem…

Zweite Runde

Der Film ist wendungsreich und spannend, langt aber nicht ganz an den ersten Teil heran. Das liegt in erster Linie daran, dass viele der Kampfszenen im Dunkel stattfinden und man manchmal Probleme hat, zu erkennen, was eigentlich passiert. Und das, obwohl alles so wirkt, als wäre das Budget diesmal größer als beim ersten Mal gewesen, sieht jetzt nicht nur die Hauptstadt eher aus wie der zugrunde liegende römische Zirkus, auch die Peacekeeper haben neue Uniformen bekommen und wirken hier noch mehr wie die Sturmtruppen aus „Krieg der Sterne“ (obwohl im Audiokommentar behauptet wird, dass das eher Absicht als Budgetfrage war). Es gibt neue Figuren und diesmal lernt man auch ein paar mehr der Gegner aus der Arena kennen. Doch dort ist der Kampf Tribut gegen Tribut eher zu einem Tribut gegen Unnaturgewalten geworden, setzt das Königreich von PanAm, äh, Panem doch diverse Spielereien gegen die Kandidaten ein, anstatt sich darauf zu verlassen, dass sie sich selbst abschlachten. Damit geht ein bisschen etwas von der Unmenschlichkeit verloren, sie gegeneinander kämpfen zu lassen.

Davon ab ist der Film eine gute Fortsetzung, die die Geschichte aus Teil 1 sinnvoll weiterspinnt, in neue Bahnen lenkt und damit neue Schlachtfelder für die Handlung eröffnet.

Mit

Jennifer Lawrence (Maria Koschny), Donald Sutherland (Jürgen Kluckert), Josh Hutcherson (Ricardo Richter), Liam Hemsworth (Leonhard Mahlich), Woody Harrellson (Thomas Nero Wolff), Sam Claflin (Patrick Roche), Elisabeth Banks (Cathlen Gawlich), Jeffrey Wright (Olaf Reichmann), Stanley Tucci (Lutz Mackensy) & Philip Seymour Hoffman (Oliver Stritzel)

Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 1 & 2

Die Revolution hat begonnen, aber wie schon die Rebellen aus „Star Wars“ wissen, ist das nicht immer so einfach. Hier kommt noch ein bisschen Propaganda dazu, bei der man unsere Heldin instrumentalisieren möchte, doch die will eigentlich nur, dass man Peeta befreit. Ob das gelingt, bleibt abzuwarten, doch am Ende gibt es einen Angriff auf den Präsidenten persönlich, der zu den neuen „Hungerspielen“ wird…

Ein Buch, zwei Filme

Leider schwächelt der Abschluss der Reihe ein bisschen, denn aus Profitgier hat man das letzte Buch in zwei Teile gespalten, wodurch statt Spannung oft Leerlauf auftritt. Eine knackige Umsetzung wie bei den beiden ersten Filmen hätte der Sache sehr gut getan – aber vielleicht fehlt einfach auch nur Gary Ross als Regisseur und Ko-Autor, der mit seinem ersten Teil unerreicht bleibt?

Hinzu kommt, dass Jennifer Lawrence die meiste Zeit mit einem Schmollgesicht durch die Gegend läuft, was der Sache auch nicht zuträglich ist. Zwar hat auch in den ersten beiden Teilen keine wirkliche Gefühlsregung ihr Gesicht gezeichnet, doch inzwischen ist es fast ein bisschen ärgerlich – und möglicherweise der Buchvorlage anzulasten. Denn auch wenn selbst Woody Harrelson ihr sagt, dass sie eine Person ist, die es einem schwer macht, sie zu mögen, so hilft das doch der Gesamtgeschichte wenig. Und ihre Liebesgeschichte, im ersten Teil nur gespielt, im zweiten nicht wirklich glaubwürdig, nimmt man ihr auch hier einfach nicht ab, da man weder das Gefühl hat, dass sie Josh Hutcherson noch Liam Hemsworth so richtig liebt. Hätte man das stärker herausgearbeitet, im ersten Teil die Liebe zu Thors Bruder, dann der Wandel hin zu Hutcherson, die ganze Sache wäre viel stärker und bewegender gewesen. So verläuft das alles irgendwie im Sande, was schade und verschenktes Potential ist.

Mit

Jennifer Lawrence (Maria Koschny), Donald Sutherland (Jürgen Kluckert), Josh Hutcherson (Ricardo Richter [Teil 1] / Amadeus Strobl [Teil 2]), Liam Hemsworth (Leonhard Mahlich), Woody Harrellson (Thomas Nero Wolff), Sam Claflin (Patrick Roche), Elisabeth Banks (Cathlen Gawlich), Jeffrey Wright (Olaf Reichmann), Stanley Tucci (Lutz Mackensy), Julianne Moore (Petra Barthel) & Philip Seymour Hoffman (Oliver Stritzel)

The Bonus Games

Alle vier Filme bieten eine Panemesische Menge an Zusatzmaterial: Making ofs und Dokus sowie drei Audiokommentare, die uns ein paar Blicke hinter die Kulissen erlauben, die Produktion zeigen und die Entstehung der Spezialeffekte. Das ist ein schönes und umfangreiches Paket an Hintergrundmaterial. Sehr schön ist der Propagandafilm zum ersten Film – davon hätte es ruhig mehr geben können. Und auch die umfangreichen Gespräche mit dem Regisseur zeigen, dass Gary Ross hier eine Vision hatte, die er auch umgesetzt hat – und das in ausgesprochen erfolgreicher Weise.

Die Tribute des Fazit

Es fängt sehr stark an, kann das Niveau trotz einiger netter Einfälle und Wendungen im zweiten Teil nicht ganz halten und fällt dann gegen Ende durch die Aufspaltung in zwei Filme stärker ab, als es wünschenswert gewesen wäre. Dennoch eine gute Gelegenheit, die gesamte Geschichte komplett zu sehen, denn da der zweite Teil mit einem recht offenen Ende aufhört, sollte man da auf den Abschluss nicht verzichten, auch, wenn er sich ein bisschen zieht. Ab 3.11.2016 auf DVD und Blu-ray.

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