Neu im Kino: Paterson

Eintöniges Kleinstadtleben aus der Sicht von Jim Jarmusch. Ein Busfahrer, der schlechte Gedichte schreibt, seine schwarzweißbesessene Frau, ihr Hund, der Bus… Sieben Tage im Leben des Paars. Nicht viel passiert – und das krempelt ihr Leben komplett um?

Langsam

Es passiert nicht viel, aber das ist nicht völlig langweilig. Man fragt sich zwischendurch, was einem der Regisseur damit sagen will, ob er einfach eine langsame Geschichte ohne viel Passieren präsentieren möchte, ob er die Gedichte ebenfalls für schlecht hält, all so was. Man hätte einiges herausarbeiten können, einen krassen Gegensatz zwischen der Kunst des Busfahrers und seinem Job – wobei man in zweierlei Richtungen hätte gehen können, indem man entweder den Busjob als langweilig und seine Dichtung als toll dargestellt hätte, oder aber seine Dichtung als langweilig und seinen Job als spannender, als man denken würde. Doch alles plätschert wie ein Wasserarmer Bergbach dahin, die Eintönigkeit ist irgendwie da, aber, ich glaube, um es auf den Punkt zu bringen, wäre das

Eintönigkeit des Kleinstadtlebens als Kunstfilm

Nicht als Satire, nicht als Dokumentation, nicht als Anklage, sondern irgendwie genauso künstlerisch wertvoll wie die Gedichte, die die Hauptfigur schreibt. Das ist teils ganz unterhaltsam, teils aber auch nicht so sehr, wie man sich das wünschen würde. Was, wie meist, nervt, sind die Wiederholungen von Sätzen, Dialogen, Texten. Es gibt ein paar nette Ideen und nette Szenen und Adam Driver macht das beste aus dem, was man ihm zum Arbeiten gibt. Um den Film in einem Wort zusammenzufassen:

Merkwürdig

Ab 17.11.2016 im Kino.

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